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SPD Gaarden: Mahnwache und Trauermarsch zur Ermordung Bahide Arslan, Yeliz Arslan und Ayse Yilmaz

Details

Datum:
23. November 2019
Zeit:
17:00 bis 18:30
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Veranstaltende

SPD Gaarden


Am 23. November 1992 ermordeten deutsche Nazis in Mölln drei Menschen, deren Familien aus der Türkei zur Arbeit nach Deutschland gekommen waren: die vierzehnjährige Ayse Yilmaz, die zehnjährige Yeliz Arslan und ihre 51-jährige Großmutter Bahide Arslan kamen ums Leben, weil die feigen Mörder ihr Wohnhaus in Brand gesetzt hatten. „In der Mühlenstraße brennt es. Heil Hitler!“ – so meldeten sie ihre Tat bei der Freiwilligen Feuerwehr. Vorher hatten die Täter bereits ein Haus in der Ratzeburger Straße in Brand gesetzt. Neben den Toten forderten ihre Anschläge neun zum Teil schwer verletzte Menschen.

Seit nunmehr 20 Jahren gibt es in Kiel-Gaarden den Bahide-Arslan-Platz. In der Erläuterung zum Straßenschild heißt es: „Dieser Platz in Kiel-Gaarden soll an die Opfer erinnern und alle Bewohnerinnen und Bewohner auffordern, GEGEN RASSISMUS UND FASCHISMUS einzutreten.“

Auf dem Bahide-Arslan-Platz steht eine große Granitskulptur in Form eines Schiffsrumpfs. Die Arbeit stammt vom Bildhauer Ben Siebenrock (1951 –2018) und nimmt Bezug sowohl auf den Stadtteil als auch auf die Namensgeberin des Platzes. Bahide Arslan wurde 1992, gemeinsam mit ihrer Nichte und ihrer Enkelin, bei einem ausländerfeindlichen Brandanschlag getötet. Die Mulden an der Oberseite fangen das Regenwasser auf, nach Worten des Künstlers die „Tränen des Himmels“. Die Form des Schiffes und auch das Material spielen auf das Thema „Einwanderung“ an, denn der aus Skandinavien stammende Naturstein ist während der letzten Eiszeit ebenfalls nach Deutschland „eingewandert“ und heute ein ganz selbstverständlicher Teil unserer Umwelt.

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