Attraktive Schulhöfe gehören zu einem modernen Bildungsort

Bild: Tabea Philipp

Im Ausschuss für Schule und Sport hat die Kieler Stadtverwaltung den „Aktionsplan Schulhöfe“ vorgelegt. Er gefällt uns sehr: Die Mischung aus umfangreichen Umbaumaßnahmen und kleineren Interimslösungen mit entsprechender Priorisierung bietet eine gute Übersicht und Entscheidungsgrundlage für weitere Ansätze.

Bereits im Jahr 2018 haben wir die Verwaltung beauftragt einen Aktionsplan Schulhöfe zu entwickeln. Doch auch wenn wir uns über die vielen Vorhaben freuen, bedauern wir, dass die personellen und finanziellen Möglichkeiten der Stadt nur wenige Maßnahmen pro Jahr erlauben. Die neu aufgestellten Kriterien aber sind nachvollziehbar und schaffen wichtige Transparenz für die Schulgemeinschaften, zu welchem Zeitpunkt an welcher Schule der Schulhof neu gestaltet werden kann.

Zum übergreifenden Thema Aufenthaltsqualität an Schulen gehören eben auch die Schulhöfe dazu. Denn sie sind nicht nur „Pausenhöfe“, sondern wichtige Aufenthalts-, Erfahrungs- und Lernorte für Kinder und Jugendliche. Für sie müssen entsprechende Qualitätsstandards gelten. Dabei ist wichtig, dass die neue Richtlinie zur Kinder- und Jugendbeteiligung in den vorgesehenen Beteiligungsverfahren bereits berücksichtigt worden ist.

Zwar hält Kiel bereits den fachlich vorgesehenen Mindeststandard ein. Ziel der Ratskooperation ist es aber, auch darüber hinaus die pädagogischen und sportlichen Aspekte der Pausengestaltung zu unterstützen sowie Inklusion, Nachhaltigkeit und Klimaschutz mitzudenken. Auch die individuellen Gegebenheiten vor Ort und die Wünsche der Schulgemeinschaft spielen eine wesentliche Rolle. Wir verfolgen ein Ziel: Die Schule soll ein angenehmer, offener Aufenthaltsraum für den ganzen Tag sein!

Den „Aktionsplan Schulhöfe“ finden Sie hier: Aktionsplan Schulhöfe

Antje Möller-Neustock