Harriesstraße: Was wir wollen

Ein Vorschlag der Stadtverwaltung, das rechtswidrige, aber bislang geduldete Gehwegparken einzuschränken und so Platz für Fahrradbügel und Fußgänger*innen zu schaffen, wurde von der Presse hochgradig polarisierend dargestellt und zugespitzt auf die knappe Formel: Auto gegen Fahrrad. Doch darum geht es nicht!

Bild: Tabea Philipp

Die Kieler SPD steht für eine gerechte Verkehrspolitik, die Mobilität für alle möglich macht und keinen zurücklässt. Die aktuelle Diskussion in der Harriesstraße zeigt, wie dramatisch die Situation ist.

Ein Vorschlag der Stadtverwaltung, das rechtswidrige, aber bislang geduldete Gehwegparken einzuschränken und so Platz für Fahrradbügel und Fußgänger*innen zu schaffen, wurde von der Presse hochgradig polarisierend dargestellt und zugespitzt auf die knappe Formel: Auto gegen Fahrrad.

Bei einem Vor-Ort-Termin ging es allen Beteiligten aber um viel mehr. Einige Anwohner*innen hatten sich eingefunden und diskutierten angeregt mit dem Ortsbeirat. Das erfrischend konstruktive Gespräch hatte folgendes Ergebnis: Eigentlich alle Beteiligten fanden den Ist-Zustand in der Straße unerträglich.

Es muss etwas getan werden, um die knappe Ressource des öffentlichen Raumes besser zu nutzen. Als SPD im Ortsbeirat Mitte schlagen wir Folgendes vor:

  • Ganz oben auf der Liste steht das Bewohnerparken, so dass der knappe Parkraum nicht mit Pendlern geteilt werden muss. Außerdem sollen auch die alternativen Mobilitätsformen wie bspw. Sprottenflotte und Carsharing gestärkt werden, um es Anwohner*innen zu ermöglichen, ihr Auto aufzugeben oder sich gar nicht erst ein Auto anschaffen zu müssen.
  • Darüber hinaus setzen wir uns für eine Einbahnstraßenregelung in der Harriesstraße und der Harmsstraße ein, damit das Parken vom Gehweg auf die Straße verlegt werden kann. Die Einmündungen sollen baulich so gestaltet werden, dass Rettungsfahrzeuge jederzeit einfahren können, denn Sicherheit geht immer vor. Das wäre ein Quantensprung für den Fußverkehr im Viertel – auch unter Inklusionsgesichtspunkten.
  • Ein paar Parkplätze auf der Straße könnten dann in Fahrradbügel umgewandelt werden, aber weit weniger als die von der Verwaltung vorgeschlagene Anzahl 15.

Der Vorsitzende des Ortsbeirats Mitte Fabian Winkler sagt dazu: „Mit diesem Kompromiss müssten weit weniger Parkplätze wegfallen als zunächst befürchtet. Gleichzeitig wird der Fußverkehr massiv verbessert, da nun auch Rollstuhlfahrer*innen und Anwohner*innen mit Kinderwagen den Gehweg nutzen können. Gemeinsam mit neuer Radinfrastruktur wird ein ausgewogenes und gerechtes Paket geschnürt. Wenn dann das Grünflächenamt zwei Bäume und eine Bank spendiert, haben wir zwei lebenswerte Wohnstraßen geschaffen!

Wenn Sie Anregungen oder Fragen zur Harriesstraße oder zur Harmsstraße haben, melden Sie sich gern bei uns. Unsere Mitglieder im Ortsbeirat sind auch gern zu persönlichen Treffen vor Ort bereit.