Wir stärken den Kieler Fährverkehr!

Blaue Elektrofähre, auf der "Gaarden" steht
Bild: Fabian Winkler

In den vergangenen Monaten gab es zahlreiche Verbesserungen beim Kieler Fährverkehr: E- und Hybridfähren, vergünstigte Tickets und die kostenlose Fahrradmitnahme auf der Schwentinelinie F2 machen die Kieler Fördeschifffahrt zu einer echten Alternative. Nun kündigt die Stadt die nächsten Schritte an. Aus Sicht unserer Verkehrspolitiker*innen bedeuten die Maßnahmen eine deutliche Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs auf dem Wasser:

Durch die neu eingerichtete direkte Querung der F1 in der nördlichen Förde wird die Fähre ein echtes Angebot für die Pendler:innen – sie wird so das Ostufer vom Autoverkehr entlasten. Wichtig ist dabei, dass die F1 morgens – wenn die Menschen zur Schule, Universität und Arbeit wollen – im Halbstundentakt fährt.

Möglich wird diese Taktausweitung durch die neuen Fährschiffe. 2022 gibt es zwei neue Hybrid- und eine neue E-Fähre, welche die Flotte unterstützen. Dabei werden die Fähren durch die geringeren Abgase nicht nur die Luft in Kiel verbessern, sondern sind auch ein Beitrag zum Klimaschutz.

Auch auf der F2 soll es Verbesserungen geben. Ab März 2023 wird die Fahrtzeit ausgeweitet. Dazu soll endlich auch eine Anbindung am Samstag kommen. Denn viele Berufstätige arbeiten auch samstags und sind daher auf eine gute Verbindung angewiesen.

Die Verbesserungen stehen unter dem Vorbehalt, dass weiter ausreichend Schiffspersonal zur Verfügung steht. Der Bund hat die Anforderungen für die Schiffsmechaniker:innen erhöht, was zusätzliches Personal bindet. Dazu kommt, dass die Schlepp- und Fährgesellschaft Kiel (SFK) in Konkurrenz mit anderen Anbietern steht. Wir müssen daher das Personal auf der SFK stärken. Notwendig dafür ist auch, dass Bund und Land die Kommunen finanziell besser ausstatten, damit diese einen attraktiven ÖPNV auf- bzw. ausbauen können. Die Verkehrswende kommt nicht durch Sonntagsreden.