Rewe: Beschäftigte unterstützen, Perspektiven diskutieren

LKW vor Lagerhalle
Bild: Free-Photos / Pixabay

Für die Beschäftigten in Kiel ist die Entscheidung von Rewe, den Logistikstandort in Wellingdorf aufzugeben, ein herber Schlag. Wir unterstützen die Gewerkschaften in ihrem Einsatz für die betroffenen Mitarbeiter*innen und ihre Familien. Für die Menschen in Kiel und im Stadtteil Wellingdorf sind nun die Perspektiven wichtig. Wir werden uns daher aktiv an der Diskussion um diesen wichtigen Gewerbestandort in Wellingdorf beteiligen.

Für die Attraktivität des Wirtschaftsstandorts Kiel sehen wir hingegen keine unmittelbaren Konsequenzen. Die Entscheidung schmerzt uns wegen der betroffenen Arbeitsplätze und der Auswirkungen auf die dort arbeitenden Menschen und ihre Familien. Einen Rückschluss auf die Attraktivität des Wirtschaftsstandortes Kiel zu ziehen, halten wir für voreilig und ungerechtfertigt. Kiel hat viele Standortvorteile, wie die Hochschulen, viele engagierte und qualifizierte Menschen und einen gut aufgestellten und wachsenden Hafen. Dass bei Entscheidungen für Logistikstandorte aber auch eine zentrale Lage in Schleswig-Holstein oder die Nähe zu Hamburg vorteilhaft sind, ist nachvollziehbar. Da ist Kiel offensichtlich geographisch nicht die erste Adresse. Deshalb ist es richtig, dass sich die Stadt auf andere Schwerpunkte konzentriert, für die sich die Lage positiv auswirkt oder in denen großes Know-how und Potenzial vorhanden sind. Dazu gehören zum Beispiel eine nachhaltige und vor allem maritime Industrie oder unsere innovative und kreative Wirtschaft. Wir wollen nun dafür sorgen, dass für die freiwerdenden Flächen in diesem Sinne schnell eine neue Perspektive entwickelt wird.

Dies erklären der arbeitspolitische Sprecher und Ratsherr für Wellingdorf Matthias Treu und die wirtschaftspolitische Sprecherin Christina Schubert zur Ankündigung des Rewe-Konzerns, den Logistikstandort Kiel aufzugeben und das Geschäft in Henstedt-Ulzburg zu konzentrieren.

Christina Schubert

Matthias Treu