Ein großer Schritt in Richtung Solarstadt

Zeichnung Sonne und Solardach
Bild: OpenClipart-Vectors / Pixabay

Auf dem Weg zur klimaneutralen Stadt hat die Kieler Ratsversammlung einen wichtig Schritt gemacht: Mit dem Beschluss „Solarstadt Kiel – Kampagne zum Ausbau erneuerbarer Energie in Kiel“ haben die Ratsleute den Weg frei gemacht für den Ausbau der erneuerbaren Energien. Dabei setzen wir auf die positive Motivation der Kieler*innen, ihre Stadt zur Solarstadt zu machen

Die Reduktion des klimaschädlichen Kohlendioxids hat aber einen „Nebeneffekt“: Mehr Elektroautos, Wärmepumpen oder eine CO2-arme Industrieproduktion werden die Nachfrage nach Strom drastisch steigern. In Kiel bieten vor allem Dächer ein großes Potenzial für Solarenergie – ganz gleich, ob Photovoltaik oder Solarthermie. Erklärtes Ziel des Antrages ist es, mit zwei verknüpften Kampagnen das im Masterplan „Klimaschutz 100 Prozent“ formulierte Teilziel zum Ausbau des Solarstroms zu beschleunigen. „Wir  wollen den Anteil von derzeit 14 möglichst bis 2035 auf 50 Megawatt erhöhen. Für das Jahr 2050 streben wir eine Verdoppelung auf 100 Megawatt an.

Um das Ziel zu erreichen setzt die Ratsversammlung auf Gespräche mit Wohnbaugesellschaften und Unternehmen, um die Möglichkeiten von PV- und Solarthermie-Anlagen auf Wohn- und gewerblichen Gebäuden zu erörtern. Werbe- und Informationskampagnen sollen Hauseigentümer*innen die Vorteile von Solaranlagen auf den Dächern aufzeigen. Intuitiv bedienbare und mobilefähige Tools auf der Webseite kiel.de sollen dabei helfen, über Wege und Kosten zur eigenen Solaranlage zu informieren. Angestrebt wird ein gemeinsam finanziertes Bürger*innen-Kraftwerk nach dem Vorbild Wiens. Bei neuen Gewerbeimmobilien sollen Photovoltaikanlagen auf den Dächern verpflichtend werden. Der Klimaschutzfonds soll ab 2022 auch Fördermöglichkeiten für Eigentümer*innen von Wohnimmobilien enthalten, die sich für eine Solaranlage entscheiden.

Dies erklären die Antragstellenden André Wilkens (SPD), Jessica Kordouni (Ratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen) und Dr. Ingmar Soll (FDP).

André Wilkens

Axel Schnorrenberg