Kooperation strebt Einbürgerungskampagne an

Fingerabdruck, der in den Farben Schwarz, Rot und Gold (deutsche Nationalfarben)
Bild: Cleo Robertson /Pixabay

Als „wichtigen Bestandteil“ der gesellschaftlichen Teilhabe sehen der migrationspolitische Sprecher Nesimi Temel (SPD), Christian Saftig (Bündnis 90/Die Grünen) und Ilker Mermer (FDP) die Möglichkeit für Migrant*innen, sich einbürgern zu lassen. Die Kooperation strebt daher an, die Verwaltung mit einem Konzept zur Erhöhung der Einbürgerungsquote zu beauftragen. Einen entsprechenden Antrag bringt die Kooperation gemeinsam mit der Ratsfraktion „Die Fraktion“ im Sozialausschuss der Ratsversammlung am 26. November ein.

Mit dem Vorstoß begleiten die Fraktionen gleichzeitig die Forderung des Forums für Migrant*innen nach einer Einbürgerungsfeier: „Unsere Gesellschaft ist vielfältig. Viele Menschen mit Einwanderungs- oder Zuwanderungsgeschichte haben den Wunsch, die deutsche Staatsbürgerschaft zu erhalten. Hier wollen wir ansetzen und die Menschen über ihre Rechte aufklären und motivieren.“ Ziel sei es, dass die Landeshauptstadt Kiel eine Kampagne starte, um Menschen auf die Einbürgerung aufmerksam zu machen und um deren Vorteile aufzuzeigen. Für die Kampagne solle eine prominente Schirmherrschaft gefunden werden.

 

„Das aktive Werben der Stadt für eine Einbürgerung zeigt Wertschätzung für die in Kiel lebenden Menschen“, begründen Temel, Saftig und Mermer ihren Vorstoß. Geeignete Anlässe für eine Information seien der 18. Geburtstag, der Führerscheinerwerb, Heirat oder Schulabschluss. Gerade die Möglichkeit der Teilnahme an demokratischen Wahlen sei für die Zugewanderten ein großer Teilhabeerfolg in der Gesellschaft.

 

Nesimi Temel