Jusos in SH: Zurück zur alten Normalität ist nicht das Ziel!

Sieben Thesen aus der Kommunalpolitik zur Grund- und Daseinsversorgung für die Zeit nach der Corona-Pandemie.

Sieben weiße Türen nebeneinander
Bild: qimono/Pixabay

Wie geht es nach Corona weiter? In der Grund- und Daseinsversorgung auf jeden Fall nicht so wie bisher – finden sieben junge Kommunalpolitiker*innen der SPD Schleswig-Holstein und haben dazu Ideen entwickelt. Mit Simon Bull, Christina Schubert und Philip Schüller haben auch drei Kieler*innen an dem Thesenpapier mitgearbeitet.

Thesen und Vorschläge für konkrete Ansätze

1. Grund- und Daseinsversorgung gehört in öffentliche Hand.

    • Landesfond für Rekommunalisierungen

2. Ein krisensicheres Gesundheitssystem darf im Normalbetrieb nicht auf Kante genäht sein.

    • landesweiter Zusammenschluss der kommunalen Krankenhäuser

3. Mobilität muss durch attraktive und umweltfreundliche Angebote gesichert sein und unnötiges Pendeln abgebaut werden.

    • Stopp der Tariferhöhungen bei nah.sh ab 2020; landesweites Preisniveau des 365-Euro-Tickets in fünf Jahren

4. Bestehender und neuer Wohnraum muss bezahlbar sein.

    • Standard für Neubauten hinterfragen, schnellere Genehmigungsverfahren durch typisiertes und serielles Bauen

5. Das beste Rathaus ist das, welches man nicht mehr betreten muss!

    • Bonus für Kommunen, die innovative und nutzerfreundliche digitale Anwendungen und Services als Pioniere entwickeln

6. Wir werden uns nicht aus der Krise sparen, sondern müssen gerade jetzt in die Zukunft investieren

    • Krise als Chance nutzen und grade jetzt einen Fonds auf den Weg bringen, der Wagniskapital für neue Unternehmen bereitstellt.

7. Ein modernes Schulsystem gibt den Schulen mehr Autonomie mit starken Leitungen und bedient sich zentral organisierter digitaler Lernplattformen und -medien!

    • Schulen in SH zum Musterbeispiel für Eigenverantwortung machen und Schulleitungen breiter aufstellen als erstes Bundesland eine eigene Plattform mit digitalen Lerneinheiten und -medien an den Start bringen

Download

Zurück zur Normalität ist nicht das Ziel [PDF]

Die Autor*innen

Simon Bull (Juso-Landesvorsitzender), Aylin Cerrah (Gemeindevertreterin und Kreistagsabgeordnete in Selent/ Plön), Niclas Dürbrook (Kreistagsabgeordneter in Malente/ Ostholstein), Tim Dürbrook (Kreistagsabgeordneter in Scharbeutz/Ostholstein), Marcello Hagedorn (Stadtverordneter in Elmshorn), Christina Schubert (Ratsfrau in Kiel), Philip Schüller (Ratsherr in Kiel), Lisa Vogel (Ratsfrau in Flensburg)