Zero Waste – mehr als eine Zukunftsvision

blaue benutzte Plastiktrinkflasche liegt am Strand im Hintergrund Felsen und Meer
Bild: kakuko / Pixabay

„Wir begrüßen die Bewerbung der Landeshauptstadt Kiel als ,Zero.Waste.City‘ ausdrücklich. Sie ist ein weiterer Baustein auf unserem Weg zur klima- und abfallneutralen Stadt,“ so der abfallpolitische Sprecher Daniel Pollmann (SPD) und die umweltpolitischen Sprecher Arne Stenger (Bündnis 90/Die Grünen) und Dr. Ingmar Soll (FDP). „Als erste deutsche Stadt hat sich Kiel dem Netzwerk „Zero Waste Europe“ mit dem Ziel angeschlossen, Ressourcen zu schonen, Abfälle zu vermeiden und somit einen weiteren Beitrag zur Reduzierung von Abgasen und CO2-Emissionen zu leisten.“

 

Bereits im April 2018 hat die Kieler Ratsversammlung die Verwaltung beauftragt, ein kommunales „Zero Waste-Konzept“ für Kiel zu entwickeln. Dessen Ziele sind es, dass sich die Landeshauptstadt verpflichtet, konkrete Ziele zur Müllreduzierung aufzustellen und dass eine Strategie entwickelt wird, wie diese konkreten Ziele erreicht werden können.

 

„Die Zertifizierung als ,Zero.Waste.City‘“ ist aus unserer Sicht ein wichtiger Schritt, damit unsere Stadt sauberer, klimaschonender und lebenswerter wird. Jetzt muss das Konzept umgesetzt und die Abfallmengen in privaten Haushalten, Gewerbe, Einzelhandel und in der Verwaltung in den nächsten Jahren deutlich reduziert werden,“ erklären Pollmann, Stenger und Dr. Soll. „Das Konzept bietet nun den Einstieg, um wirklich aktiv zu werden. Um die Pläne auch in konkrete Erfolge umzuwandeln, muss deshalb im kommenden Jahr eine Arbeitsgruppe bei der Verwaltung eingesetzt werden, die das Konzept mit Leben füllt und die Kieler*innen mitnimmt. Es ist wichtig, dass wir uns von der Wegwerfgesellschaft verabschieden. Unnötige Abfälle vermeiden und damit Ressourcen einzusparen, sind elementare Beiträge zum Klimaschutz.“

 

Daniel Pollmann