Kiel ist der Kompetenzstandort für Meeresschutz

Das Foto zeigt den Horizont auf der Ostsee, im Vordergrund fliegt eine Möwe und im Hintergrund ist unscharf eine Fähre sichtbar.
Bild: HubertPhotographer auf Pixabay

„Kiel ist nicht nur eine Stadt am Meer, das Meer ist auch Teil der Stadt mit großer Bedeutung für die Kieler*innen. Aus diesem Grund muss der Meeresschutz das Kernthema des Stadtmarketings und der Tourismusstrategie der Landeshauptstadt sein“, so Christina Schubert (SPD), Dirk Scheelje (Bündnis 90/Die Grünen) und Dr. Ingmar Soll (FDP). „Als Meeresschutzstadt und als Standort der Meeresforschung und der maritimen Wirtschaft soll und muss Kiel eine Vorreiterrolle in Deutschland übernehmen, gerade auch bei der öffentlichen Diskussion über die Probleme unserer Meere.“

 

„Von der breiten Öffentlichkeit noch unbemerkt gibt es, neben der Klimakrise, auch eine Meereskrise. Auf Grund von Wechselwirkungen zwischen Atmosphäre und Ozeanen hängen diese Krisen in vielen Bereichen auch direkt voneinander ab. Belastungsfaktoren wie Überfischung, Vermüllung, Versauerung, Erwärmung und sogenannte ‚Todeszonen‘ haben weitreichende Folgen für das Ökosystem Meer. Davon sind neben den Ozeanen auch Randmeere, insbesondere die Nord- und Ostsee betroffen. Meeresschutz kann bei klugem Vorgehen wichtige Beiträge zur Lösung des Klimaproblems leisten. Das wird nur gehen, wenn wir gleichzeitig die Überforderung der Meere beenden“, erklären Schubert, Scheelje und Soll.

 

Kiel Sailing City, als Stadt des weltgrößten Segelevents, als Stadt maritimer Forschungs- und Lehreinrichtungen und als Hafen- und Werftstandort, als Stadt der maritimen Naherholung und der maritimen Wirtschaft und als Start- und Endpunkt der meistbefahrenen künstlichen Wasserstraße der Welt müsse sich daher auch zu der Verantwortung des Meeresschutzes bekennen. In Kiel seien zahlreiche Kompetenzträger*innen rund um die Themen Meeresschutz und Meerespolitik verankert. Diese Kompetenzen zu bündeln und durch verschiedene Maßnahmen der Öffentlichkeit näher zu bringen, müsse ein zentraler Bestandteil der Kieler Stadtgesellschaft sein.

 

Christina Schubert