SPD Kiel fordert mehr improvisierte Plätze für Opfer häuslicher Gewalt

Familie roter Knopf
Bild: geralt/pixabay

„Die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie stellen uns alle vor besondere Herausforderungen. Die meisten Familien oder Wohngemeinschaften verbringen nun viel mehr Zeit als sonst miteinander – mitunter auf engstem Raum. Das stresst viele Menschen, sie reagieren gereizt. Hinzu kommen Ängste um den Arbeitsplatz und um das Einkommen. In China haben wir das Anwachsen der häuslichen Gewalt während der Quarantäne gesehen. Auch wir befürchten, dass in nächster Zeit viel mehr Fälle von häuslicher Gewalt oder dramatischen Situationen durch eine erhöhte Suchtgefahr eintreten werden.

Deswegen fordert die SPD Kiel, provisorische Zufluchtsorte für Menschen, die häuslicher Gewalt ausgesetzt sind, einzurichten! Wir müssen gerade in dieser Krise für diejenigen sorgen, die einer solchen Notlage direkt ausgesetzt sind“, erklärt Christina Schubert, stellvertretende Vorsitzende der SPD Kiel.

„Es gibt ohnehin zu wenig Plätze in Frauenhäusern oder Unterkünfte für männliche Opfer häuslicher Gewalt. Nun müssen kurzfristige Lösungen für weitere Plätze gefunden werden“, fordert Schubert: „Zahlreiche Kieler Hotels stehen momentan ohnehin leer. Diese sollten nicht nur zu provisorischen Krankenhäusern umgebaut werden, sondern auch als Schutzräume für Frauen, Männer und Kinder eingerichtet werden, die zu Hause Gewalt ausgesetzt sind. Wir fordern die Stadt Kiel auf, entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Zudem sollte bei der Stadt eine eigene Notfallnummer eingerichtet werden, die gut beworben und in die Öffentlichkeit getragen werden muss, damit die Hilfe auch an den richtigen Stellen ankommen kann,“ so Schubert abschließend.