Kita-Bedarfsplanung – Kiel stemmt den Kraftakt

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In der Tagesordnung der Ratsversammlung vom 16. Mai 2019 firmiert das Thema unter dem sperrigen Titel „Bedarfsplanung der Kindertagesbetreuung 2019/2020 – Fortschreibung und Aktualisierung“. Für uns ist es ein unerhörter Kraftakt, der maßgeblich dazu beiträgt, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie die Chancengerechtigkeit in Kiel zu verbessern.

Allein die nackten Zahlen sind beeindruckend: Mehr als 16.000 Plätze hält die Landeshauptstadt in 2019 für die Betreuung 0- bis 10-jähriger Kinder in Kiel bereit; 800 neue Plätze werden allein in 2019 und 2020 geschaffen. Über 70 Millionen Euro beträgt der Eigenanteil der Landeshauptstadt an den Betriebskosten, über 8 Millionen sollen in diesem Jahr investiert werden. Dass die Bevölkerungsprognosen Kiel ein weiteres Wachstum voraussagen, schreckt die Kooperation nicht: Das werden wir meistern – auch wenn es viel Kraft kostet. Ein deutliches Lob geht in Richtung Verwaltung: Die zuständigen Mitarbeiter*innen in Renate Treutels Dezernat machen einen tollen Job. Hierfür gebührt ihnen unser Dank.

Dass die Bedarfsplanung der Kindertagesbetreuung in den kommenden Jahren nicht leicht wird, ist uns bewusst: Die Erhöhung der Zielquote im Krippenbereich von 40 auf 50 Prozent, die Koordination der Kieler Situation mit dem neuen Landes-Kita-Gesetz seien ebenso große Herausforderungen wie der zukünftige Rechtsanspruch in der Schulkindbetreuung. Aber: Besonders in der Schulkindbetreuung ist Kiel mit einer Betreuungsquote von 80 Prozent sehr weit. Den Rest schaffen wir dann auch! Kiel hat strategische Ziele wie Soziale und Kinderfreundliche Stadt für sich ausgerufen. Da gehören bedarfsgerechte, hochwertige und verlässliche Betreuungsangebote untrennbar dazu. Eine gute Kinderbetreuung ist auch eine gute Investition in den Wirtschaftsstandort, wenn es darum geht, beiden Elternteilen die Teilhabe an Ausbildung und beruflichem Fortkommen zu sichern.

Dies erklären die Sprecher*innen der Rathaus-Kooperation, Annika Schütt (SPD-Ratsfraktion), Andrea Hake (Ratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen) und Ralf Meine (FDP-Ratsfraktion).

Annika Schütt