Verkehrswende ist mehr als nur eine Kurskorrektur

Bus von innen
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Der Mobilitätswandel stellt Kiel vor eine neue Herausforderung – auch in finanzieller Hinsicht. Damit der ÖPNV für die Bürger*innen attraktiver wird, müssen aus Sicht von uns, den Grünen und der FDP gemeinsam mit allen Beteiligten bestehende Finanzierungskonzepte überdacht und neue Wege gegangen werden.

Die Kieler Rathauskooperation setzt auf das Ein-Euro-Ticket und inzwischen liegt uns eine erste Schätzung der Kosten vor. Wir sind überzeugt, dass das Ein-Euro-Ticket nicht nur die Fahrgastzahlen deutlich stärken würde. Auch in Anbetracht der Diskussionen über Diesel-Fahrverbote oder Umweltzonen müssen wir verkehrs- und umweltpolitisch alternative Lösungen finden, um unsere Luft zu schützen und die Lebensqualität der Kieler*innen zu erhöhen. Deshalb schlagen wir vor, in einer offenen Zukunftswerkstatt ÖPNV unter Beteiligung des Eigenbetriebs der Landeshauptstadt Kiel, der Landesregierung, des Nahverkehrsbunds Schleswig-Holstein (NAH.SH), der Kieler Verkehrsgesellschaft, der SFK Kiel und der Umweltverbände sowie weiterer noch zu benennender Akteure über mögliche ÖPNV-Konzepte und Finanzierungsmodelle nachzudenken.

Dabei sollen alle Varianten der Finanzierung, von der Umlage bis zur Steuerfinanzierung, unvoreingenommen diskutiert werden, damit die Verkehrswende in Kiel nicht schon im Ansatz stecken bleibt. Aus Sicht der Kieler Rathauskooperation handelt es sich bei der Verkehrswende nicht nur um eine einfache Kurskorrektur, sondern um eine komplexe Aufgabe, die in Angriff genommen werden muss.

Dies erklären die verkehrspolitischen Sprecher*innen Achim Heinrichs (SPD), Dirk Scheelje (Bündnis 90/Die Grünen) und Christina Musculus-Stahnke (FDP).

Achim Heinrichs