18 Blühwiesen für Kiel

Die Verwaltung wird gebeten, nach Möglichkeit 18 öffentliche Grünflächen im Kieler Stadtgebiet in Blühwiesen umzuwandeln. Die Flächen sollen sich dabei auf alle Stadtbezirke verteilen.

Die Flächen sollen in ein Gesamtkonzept einfließen und unter anderem von den Ortsbeiräten vorgeschlagen werden. Bei der Identifikation von Flächen, in Hinsicht auf geeignete Topographie, Größe, Bodenverhältnisse und Eigentumsverhältnisse, soll das Grünflächenamt dabei die Ortsbeiräte unterstützen.

Die Umsetzung soll durch Öffentlichkeitsarbeit in den Ortsbeiratsbezirken unterstützt und begleitet werden. Die Öffentlichkeitsarbeit sollte bereits bei der Identifikation der Flächen beginnen und bei der baulichen Umsetzung, beispielsweise beim ersten Spatenstich, fortgesetzt werden.


Begründung:

Seit einigen Jahren, verstärkt seit der Aufstellung des Aktionsplans Bienenschutz 2014, wurden auf städtischen Flächen bereits über 20 Blühwiesen angelegt. Neben der Anlage von Blühwiesen durch Aussaat wurden auch andere Insektenfreundliche Maßnahmen umgesetzt, wie z. B. die Umwandlung von Rasenflächen zu Wiesen.

Um den Schutz von Bienen und anderen Nektar saugenden Insekten weiter entschlossen zu fördern, wie bereits 2013 beschlossen (Drs. 0503/2013), soll neben der kontinuierlichen Umstellung von Saatgut im Bereich öffentlicher Grünflächen durch die Umwandlung von 18 zusätzlichen Flächen die Bevölkerung stärker in diesen Prozess eingebunden werden. Verstärkte Öffentlichkeitsarbeit soll dabei helfen, die Bedeutung von Blühwiesen den Menschen in den Ortsteilen bewusst zu machen. Auch Patenschaften, zum Beispiel durch Kita-Gruppen oder Schulklassen und Kooperationen mit anderen Interessierten/Vereinen, sind dabei für die weitere Pflege und Beobachtung der Flächen denkbar und wünschenswert. 

Die Verwaltung wird gebeten, im Jahr 2019 ein Konzept zu erarbeiten, in dem die bisherigen Erfahrungen dargestellt und eine Zielstellung für die künftige Entwicklung und ein Zeitplan sowie konkrete Maßnahmen zur Umsetzung beschrieben werden. Darin sollen besonders Vorschläge für neue Flächen aus den Ortsbeiräten einfließen. Die Anlage der neuen Flächen und die dauerhafte Pflege werden bei vorhandenen Ressourcen sofort im Anschluss schrittweise umgesetzt und zwar durch jährlich etwa sechs neue Flächen. 

Ratsherr Timo Dittrich
SPD-Ratsfraktion

Ratsfrau Dr. Martina Baum
Ratsherr Arne Stenger
Ratsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Ratsfrau Christina Musculus-Stahnke
FDP-Ratsfraktion