Stege in der Innenstadt

Neben der Prüfung und der Realisierung eines Stadtstrandes sollen weitere kurzfristige Lösungen umgesetzt werden, um den Kielerinnen und Kielern sowie unseren Gästen Badege-legenheiten an mehreren Orten in der innenstadtnahen Förde zu ermöglichen. Dabei soll das Baden an den Kieler Stegen ermöglicht werden.

Die Verwaltung wird daher beauftragt, im Einvernehmen mit den Nutzungsberechtigten der Stege an der Kiellinie die organisatorischen Voraussetzungen zu schaffen, dort spätestens ab der Badesaison 2019 das Baden zu ermöglichen.

Dabei sind insbesondere die folgenden Punkte in der Planung zu berücksichtigen:
– Suche nach geeigneten Stegen, die als Badestellen freigegeben werden können
– Einrichtung von Leitern an den freizugebenden Badestellen (außerdem soll die Einrichtung von barrierefreien Optionen, um ins Wasser und wieder hinaus zu kommen, geprüft werden)
– Absperrungen durch Bojen, um den Schwimmbereich dort einzugrenzen (hierbei sollen auch Bojen mit akkustischen Signalen, analog den Signalen bei bestehenden LSA, in Betracht gezogen werden)
– Prüfung, ob ein DLRG-Boot in regelmäßigen Abständen vorbeikommen kann oder zu Spit-zenzeiten Rettungsschwimmer*innen eingesetzt werden können
– Barrierefreier Zugang zu den Stegen (Blindenleitsystem; Abstellmöglichkeiten für Rollstühle und Rollatoren; Hippocampe und „Lifter“)

Im Rahmen des Prüfauftrages sind voraussichtliche Kostenvolumina für personelle und sachliche Ressourcen zu beziffern. Überlegungen über die Einbindung Dritter durch entsprechende Verträge sind dem Ausschuss frühestmöglich mitzuteilen.

Der Ausschuss für Schule und Sport soll in regelmäßigen Abständen über den Stand der Prüfungen informiert werden.

Während in der Sommerpause die Zeitungen gefüllt waren mit Diskussionen über Stadtstrände oder Schwimmbecken innerhalb der Förde, haben die Kieler*innen sich schneller Möglichkeiten gesucht, um sich abzukühlen, und sind von den Stegen der Vereine an der Kiellinie in die Förde gesprungen.

Anstatt Ordnungsgelder zu verhängen, hat die Verwaltung diese schnelle und kostenfreie Abkühlung bei der anhaltenden Hitzewelle geduldet, allerdings musste die SFK so manche brenzlige Situation entschärfen und auch die eigentlichen Nutzerinnen der Stege, die Was-sersportvereine, klagten über zu wenig Rücksichtnahme.

Da die Stege bereits ohne Erlaubnis genutzt werden und das Fördewasser nach Angaben der Verwaltung an diesen Stellen Badewasserqualität hat, sollen – unabhängig von der Prüfung der planungs- und kostenintensiveren Schwimmmöglichkeiten (Stadtstrand) – im nächsten Jahr Badestellen direkt an der Kiellinie eingerichtet werden.

Durch die Anbringung von Leitern kann ein leichteres Zurückkommen aus dem Wasser gelingen. Zur Sicherheit der Badegäste sollten an den geeigneten Stellen entsprechende Bojen zur Abgrenzung des Schwimmbereichs angebracht werden. Die Kontrolle der Sicherheit kann z.B. durch ein regelmäßig verkehrendes Rettungsschwimmboot oder fest eingerichtete Zeiten mit Rettungsschwimmer*innen geleistet werden. Bei den Planungen kann ggf. auch die Seebadeanstalt Düsternbrook mit einbezogen werden.

Außerdem halten wir Absprachen mit den Wassersportvereinen, auch in Hinblick auf die Vermeidung von Müll und die Möglichkeiten der Toilettennutzung, für absolut erforderlich.

Durch diese kleinteiligen und kostengünstigen Maßnahmen kann spätestens bis zur kommenden Badesaison kurzfristig eine weitere innenstadtnahe Bademöglichkeit realisiert werden.

Ratsherr Philip Schüller
SPD-Ratsfraktion

Ratsfrau Daniela Sonders
Ratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen

Christian Ziesmann
FDP-Ratsfraktion