Sichere Schulwege bis zum Schuleingang

Das neue Schuljahr hat wieder ein altes Problem auf die politische Tagesordnung gesetzt. Viele Kinder bestreiten den Schulweg nicht zu Fuß, mit dem Rad oder dem Bus, sondern werden von ihren Eltern gefahren. Dabei kommt es im Umfeld der Schulen immer wieder zu gefährlichen Situationen für die Kinder. Eltern versuchen, ihre Kinder möglichst nah mit dem PKW an die Schule zu bringen, obwohl der Platz an den Schulen dafür häufig nicht reicht. Am wichtigsten ist uns die Sicherheit der Schüler*innen.

Gerade die Schulanfänger*innen müssen auf dem Weg unterstützt werden. Der Ansatz einer Bannmeile klingt zwar verlockend, löst die Probleme aber nicht. Dieses Verbot würde einen enormen Aufwand für Schulen und Verkehrsüberwachung bedeuten. Unser Ziel muss es vielmehr sein, pädagogische Lösungen zu verfolgen und passgenaue, individuelle Lösungen für die jeweiligen Schulen zu finden. Bewusstsein muss nicht nur bei Eltern, sondern vor allem bei den Kindern geschaffen werden. Das Ziel sind sichere Schulwege bis zum Schuleingang und bedarfsgenaue Busanbindungen.

Ein großer Schritt wäre bereits getan, wenn weniger Kinder mit dem PKW zur Schule gebracht würden. Die Kooperation im Rathaus hat sich zum Ziel gesetzt, den Fuß-, Fahrrad- und Busverkehr in den nächsten Jahren deutlich zu stärken.

Es wäre toll, wenn mehr Kinder mit dem Rad oder dem Bus zur Schule kommen. Das ist nicht nur für die Kinder, sondern auch für die Umwelt besser. Dafür müssen wir gerade im Schulumfeld die Fuß- und Fahrradwege ausbauen; da müssen und werden wir noch viel für die Verkehrssicherheit tun.

Wenn wir den Busverkehr stärken und endlich eine Stadtbahn bekommen, können auch diejenigen Kinder bequem die Schule erreichen, die zurzeit auf die Fahrt mit den Eltern angewiesen sind. Wenn Appelle an Vernunft und Einsicht nicht fruchten, wird es aber auch jetzt schon nötig, den Einsatz für die Einhaltung von Regeln durch verstärkte Präsenz von städtischen Ordnungskräften zu erhöhen.

Wichtig ist, dass die Kinder an den Straßenverkehr herangeführt werden und sich selbstständig im Straßenverkehr bewegen.