Aktionsplan Schulhöfe – Beteiligung selbstverständlich

Schulhöfe sind ein bedeutender Lernort für Kinder. Die Ratsversammlung hat daher unseren Vorschlag beschlossen, einen „Aktionsplan Schulhöfe“ zu entwickeln. Damit sollen Schulhöfe parallel zur Schulentwicklungsplanung entwickelt werden.

Für uns ist selbstverständlich, dass bei der Aufstellung des Aktionsplans Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer ihre Ideen einbringen, denn für Kinder bieten die Pausen auf dem Außengelände der Schule einen wichtigen Ausgleich zu der regulierten Unterrichtszeit.

Kinder wollen sich bewegen, sich mit anderen Kindern austauschen oder mal ihre Ruhe haben. Die Ausstattung und Attraktivität der Pausenhöfe spielen dabei eine wichtige Rolle.

In den vergangenen 20 Jahren hat die Stadt schon viele Schulhöfe von reinen Betonwüsten in naturnahe, abwechslungsreiche Flächen verwandelt. Die Verwaltung hat dabei ihre Expertise stets eingebracht und die Maßnahmen erfolgreich durchgeführt. Sie ist deshalb die richtige Stelle, um den von uns beschlossenen Aktionsplan aufzustellen.

Die Schulhöfe attraktiv zu gestalten, ist umso wichtiger, da der Ganztagsunterricht zunimmt und wir beschlossen haben, die Schulkindbetreuung nach und nach an die Schulen zu verlagern. Der von uns beantragte Aktionsplan Schulhöfe soll nun dafür sorgen, dass Infrastruktur und Nutzungsmöglichkeiten der Schulhöfe bei ohnehin nötigen Baumaßnahmen stets mitgedacht werden. Ausgehend von der aktuellen Situation sollen pädagogische Konzeptionen entwickelt werden. Der Beschluss erweitert konsequent das erfolgreiche Schulbauprogramm, mit dem schon viele Schulen saniert wurden, Sporthallen und Mensen neu entstanden sind. Auch aus der Kaufsumme des Möbel-Kraft-Geländes wurde in einem großen Beteiligungsverfahren ein Teil der ‚grünbegleitenden Maßnahmen‘ in naturnahe Schulhofumgestaltung investiert.

Der von uns angeregte Aktionsplan greift ineinander mit der Spielleitplanung der Stadt, die sich zunächst auf Spielplätze bezieht, und bietet darüber hinaus dringend benötigte Bewegungsräume in den Quartieren. Vorbei sind die Zeiten, in denen Schulen morgens geöffnet und ab nachmittags geschlossen waren – schon längst sind Schulen zu Gebäuden geworden, die auch am Nachmittag und Abend genutzt werden.

Das muss auch für unsere Schulhöfe gelten! Im Gegensatz zu anderen Fraktionen die Schulhöfe über die schulische Nutzung hinaus auch in die Stadtteile einbinden und Kindern und Jugendlichen die wichtigen Lern- und Erfahrungsort zur Verfügung stellen.

Das allgemein steigende Umweltbewusstsein erhöht zudem das Interesse an naturnahen Außen-räumen auf dem Schulgelände. Diese Räume können, je nach Möglichkeit, den Unterricht auch unterstützen wie beispielsweise mit der Idee des ‚grünen Klassenzimmers‘, das die Möglichkeit bietet, eine Schulstunde in den Außenräumen zu verbringen und so das Motto ‚Lernen im Freien‘ umzusetzen. Es ist unsere Aufgabe, die Potentiale der vorhandenen Außenräume zu erkennen und gemein-sam mit allen beteiligten Gruppen Konzepte für die Gestaltung der Außengelände zu entwickeln, die den schulischen Alltag bereichern und als Bewegungsräume nach Schulschluss für alle zur Verfügung stehen. Dieser Verantwortung werden wir mit dem Aktionsplan Schulhöfe gerecht.

Dies erklären die schulpolitischen Sprecherinnen Beate Friedrichs-Heinemann (SPD), Andrea Hake (Grüne) und Dr. Susanna Swoboda (SSW).

Foto by Kollektives ich [Public domain], from Wikimedia Commons