Alte Mu: Gespräche abwarten

Eine Schnellschuss-Beratung in der gestrigen Ratsversammlung war nicht notwendig für die Zukunft des Projektes ‚Alte Mu‘. Der Oberbürgermeister befindet sich in guten Gesprächen und Verhandlungen. Er hat deutlich gemacht, dass die aufgeworfenen Fragen zum Nutzungsvertrag das Projekt in keiner Weise gefährden. Eine Beratung der Ratsversammlung ist daher erst geboten, wenn ein Ergebnis der Gespräche vorliegt. Im Gegenteil hätte ein überhasteter Beschluss sogar Lösungswege versperren können.

Für das zukünftige Vertragsverhältnis der Projekte gibt es derzeit zwei Möglichkeiten: Entweder wird direkt ein Vertrag mit dem Land als Eigentümer geschlossen oder es entsteht ein Nutzungsvertrag mit der Stadt. Es ist richtig, dass der Oberbürgermeister hier zunächst eine Klärung herbeiführt, bevor die Ratsversammlung diese Fragen am 17. Mai diskutiert. Panikmache und voreilige Diskussionen helfen weder dem Projekt ‚Alte Mu‘ noch der Entwicklung dieses wichtigen Grundstücks in der Innenstadt noch der Landeshauptstadt Kiel.

Die SPD-Ratsfraktion und die SSW-Ratsfraktion setzen sich weiterhin für bezahlbaren Wohnraum auf dem ehemaligen Gelände der Muthesius-Kunsthochschule und für den Erhalt der Initiativen der ‚Alten Mu‘ ein. Diese Ziele haben wir kontinuierlich verfolgt und wollen sie so schnell wie möglich umsetzen.

Dies erklären zur von CDU, FDP und Grünen diskutierten Zukunft der Alten Mu der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Benjamin Raschke (SPD) und der Fraktionsvorsitzende Marcel Schmidt (SSW).

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