Dänisch auf dem Amt: Kiel ist mit dabei

Der Oberbürgermeister geht den richtigen Weg. Wir unterstützen ihn ausdrücklich und begrüßen das Bekenntnis der Landeshauptstadt zu ihrer dänischen Minderheit sowie zur Sprachenvielfalt und einer modernen Minderheitenpolitik.

Bis jetzt klaffte eine Lücke im Gesetz. Die dänische Sprache konnte nur im Landesteil Schleswig im Behördenverkehr gebraucht werden. Nicht berücksichtigt wurde, dass viele Behörden mit Aufsichtspflichten im Landesteil Schleswig ihren Sitz in Kiel haben und es auch in Kiel eine starke dänische Minderheit gibt. So mussten beispielswiese die dänischen Kindergärten im Land ihre pädagogischen Konzepte zur Vorlage bei der Heimaufsicht in Kiel eigens kostenträchtig übersetzen lassen. Solche Schlechterstellungen sollen nun abgestellt werden. Dies ist ein Gewinn für die Vielfalt im Land wie in seiner Landeshauptstadt.

Dies erklären zur Geschäftlichen Mitteilung des Oberbürgermeisters, den Vorstoß des Landes zu unterstützen, auch in Kiel Dänisch im Amtsgebrauch dem Deutschen gleichzustellen (Änderung des § 82 b Absatz 1 Satz 2 Landesverwaltungsgesetz Schleswig-Holstein“, Drs. 0007/2018) die stellvertretende Vorsitzende der SSW-Ratsfraktion, Dr. Susanna Swoboda, und Dr. Hans-Friedrich Traulsen, Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion.