Innovative Schulneubauten

Die Verwaltung wird gebeten, in einem ersten Schritt darzustellen, welche modernen pädagogischen Handlungskonzepte und daraus resultierende innovativen Baukonzepte für neu zu errichtende Schulen in Kiel Anwendung finden könnten. Auch Umbaumöglichkeiten im Bestand zur Attraktivierung einzelner Schulstandorte (allgemein und berufsbildend) sollen geprüft werden.

Aufgezeigt werden soll auch, auf welche Weise und mit welchen Beteiligten die Erarbeitung eines Leit- und Handlungskonzeptes vorgeschaltet werden muss und welcher Zeithorizont dafür einzuplanen ist. Im Mittelpunkt steht das Ziel der Entwicklung einer Ganztagsschule, in der alle Kräfte in einem „Haus des Lernens“ zusammenwirken.

Einzubeziehen sind z.B.

  • Das Herforder Modell „Von der Pädagogik zum Raum – vom Raum zur Pädagogik“
  • Das Münchner Lernhauskonzept
  • Die offene Ganztagsschule nach skandinavischen Vorbild
  • Die fraktale Schule

Die aktuelle bildungspolitische Debatte zeigt, dass die traditionellen Formen von Schule und Unterricht den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts nicht mehr gerecht werden. Beim notwendigen Wandel vom „Haus der Belehrung“ zum „Haus des Lernens“ geht es um eine veränderte Schul- und Lernkultur.

In Kiel eröffnet sich derzeit die einmalige Chance, Schulen nicht im Bestand aufwendig nachrüsten zu müssen, sondern neue Schulen von Anfang an mit neuen pädagogischen Handlungskonzepten und den dazugehörigen innovativen Raumkonzepten auszustatten.

Schülerinnen und Schüler benötigen für gelungenen Ganztag mehr als konventionellen Schulraum in den bekannten „Flurschulen“. Benötigt werden neben Flächen für Unterrichtseinheiten zusätzliche multifunktionale und offen gestaltete Räume zum Leben und Lernen sowohl am Vor- als auch am Nachmittag.

Beate Friedrichs-Heinemann
SPD-Ratsfraktion

Andrea Hake
Ratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen

Dr. Susanna Swoboda
SSW-Ratsfraktion