Änderungsantrag Kongresshalle

Der Antrag erhält folgende Fassung:

Die Stadtverwaltung wird aufgefordert, bis zur Novembersitzung der Ratsversammlung über ihre Bemühungen um die Schaffung von erweiterten Kongress- und Tagungskapazitäten zu berichten. Dabei sollten folgende Punkte eruiert werden:

  • Darlegung der gegenwärtigen vorhandenen Kongress- und Tagungskapazitäten und deren Nutzung;
  • Möglichkeiten der Entwicklung von wirtschaftlichen und touristischen Potenzialen Kiels als Tagungs- und Kongressstadt sowie Aufbau einer stärkeren Kooperation und gemeinsamen Vermarktung zwischen den vorhandenen Tagungs- und Kongressstandorten;
  • Möglichkeiten der Unterstützung von bzw. Beteiligung an vorhandenen, erweiterten oder neuen Tagungs- und Kongresskapazitäten seitens der Stadtverwaltung, Kiel Marketing und KiWi GmbH. Hierbei sollten vor allem der Planungsstand sowie die schon ggf. geführten Verhandlungen dargelegt werden zu
    – der Ausweitung der Tagungs- und Kongresskapazitäten im Zuge der Sanierung und Umgestaltung von Konzertsaal und Kieler Schloss,
    – der stärkeren Verfügbarkeit und Herrichtung von Räumlichkeiten der Kieler Hochschulen, insbesondere des ZHG/Audimax der CAU Kiel, für Tagungen und Kongresse („Convention Center CAU“),
    – der Möglichkeit, im Zuge des aktuellen und ggf. weiteren Umbaus des Holstein-Stadions dort Kapazitäten für Tagungen, Kongresse und Großveranstaltungen vorzusehen,
    – Potenzialen und Möglichkeiten, die Tagungs- und Kongresskapazitäten der Sparkassenarena zu stärken,
    – der stärkeren Einbeziehung städtischer Liegenschaften bzw. von Gebäuden städtischer Betriebe (Terminals Seehafen, Casino Stadtwerke, Kulturforum etc.) in die Tagungs- und Kongresskonzeption,
    – einer Einbeziehung oder Neukonzeption der Stadtbibliothek in ein Konzept einer zentralen Stätte zur Bereitstellung von Information und Wissen und deren Verarbeitung auch in einem Kongresszentrum.

Ggf. sollten die Marktpotenziale und Investoren für einen Neubau eines Tagungs- und Kongresszentrums evaluiert werden, sofern erkannt wird, dass die oben genannten Möglichkeiten nicht umsetzbar sind.

Aufgrund der städtebaulichen Entwicklungen – gerade in der Innenstadt – ergeben sich neue Möglichkeiten für Wirtschaft und Tourismus. Die Darlegung der bisherigen wirtschaftlichen Daten, die sich aus diesen Veränderungen ergeben, sowie des Planungsstands zur Schaffung erweiterter Kongress- und Tagungskapazitäten in Kiel soll zur weiteren Abstimmung dienen. Eine zu entwickelnde Kongresshalle sollte unter der Prämisse der geplanten  wohnungspolitischen Maßnahmen sowie der weiteren Planungen der Stadtentwicklung umgesetzt werden. Durch die Synergien durch die Weiterentwicklung der oben genannten Objekte können weitere attraktive Lösungen gefunden werden.

Ratsfrau Antje Möller-Neustock
SPD-Ratsfraktion

Ratsherr Marcel Schmidt
SSW-Ratsfraktion