Tradition der Völkerverständigung dem Terror entgegensetzen

Wir haben zur Ratsversammlung am 8. Juni einen Antrag vorgelegt, mit dem die Ratsversammlung ihre Solidarität und Anteilnahme mit den erneut von terroristischen Attacken betroffenen Menschen in Großbritannien bekundet. Gleichzeitig schlagen wir vor, dem Terror die in Kiel gelebte Tradition der Völkerverständigung entgegenzusetzen.

Unsere Stadt ist durch eine Vielzahl von gesellschaftlichen, öffentlichen und privaten Beziehungen Großbritannien verbunden, zum Beispiel durch unsere Städtepartnerschaft mit Coventry. Deshalb wollen wir diese Anteilnahme durch einen förmlichen Ratsbeschluss bekunden. Gleichzeitig setzen wir ein Zeichen für unsere Stadt, dass wir gemeinsam die zuständigen Behörden und öffentlichen Stellen, die Feuerwehren und ehrenamtlichen Helfer, und auch die privaten Veranstalter darin unterstützen, die öffentliche Sicherheit auf der ‚Kieler Woche‘ zu gewährleisten.

Wir in Kiel leben die Tradition der Völkerverständigung. Wir begrüßen den Beginn unserer Partnerschaft mit der US-amerikanischen Großstadt San Francisco und wir feiern in diesen Tagen unsere 25-jährige Partnerschaft mit den russischen Städten Sovetsk und Kaliningrad. Aus dieser Tradition heraus schlagen wir dem Oberbürgermeister und dem Stadtpräsidenten vor, in Zukunft einen besonderen Veranstaltungsrahmen für amerikanisch-russische ‚West-Ost-Begegnungen‘ in Kiel während der Kieler Woche zu schaffen. Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Kultur, Wissenschaft, ein gutes Miteinander im Alltag – all das und vieles mehr ist Gegenstand unserer Beziehungen zu anderen Städten. Es kann ebenso Gegenstand solcher, wiederkehrender Begegnungen werden. Es wäre gerade in dieser Zeit ein Zeichen, dass wir der zunehmenden Frostigkeit im Ostseeraum die Wärme freundschaftlicher Begegnungen entgegensetzen. Wir bitten die Ratsversammlung deshalb um Unterstützung für unser Anliegen.

Dies erklären die innenpolitischen Sprecher Falk Stadelmann (SPD) und Marcel Schmidt (SSW).