Städtepartnerschaft Aarhus entwickeln

Der Oberbürgermeister und der Stadtpräsident werden gebeten, durch geeignete Projekte, insbesondere im wirtschaftlichen und kulturellen Bereich, eine Zusammenarbeit der LH Kiel mit der Stadt Aarhus/Dänemark aufzubauen und zu entwickeln. Damit sollen nach den Vorstellungen der Ratsversammlung schrittweise Grundlagen für ein späteres übergreifendes Partnerschaftsabkommen bis hin zur Städtepartnerschaft geschaffen werden.

Ferner sollen die LH Kiel zusammen mit der Stadt Aarhus sich an einer kommunalen, themenbezogenen Zusammenarbeit im Jütland-Korridor einbringen.

Darüber hinaus wird die LH Kiel ihre bisherige Kooperation mit der Stadt Kolding im Bereich der Kreativwirtschaft als themenbezogene Zusammenarbeit im Jütland-Korridor ausbauen.

Die Verwaltung wird gebeten, im Bereich der kommunalen, themenbezogenen Zusammenarbeit geeignete Projekte, z.B. mit INTERREG-Mitteln finanzierte Projekte, im Verhältnis zum Mehrwert für eine Verwirklichung der strategischen Ziele der LH Kiel, z.B. der Ziele „Innovative Stadt“, „Kreative Stadt“, haben, zu unterstützen und ggf. auch Kofinanzierungsmittel hierfür im Haushalt bereitzustellen.

Kiel hat bisher keine dänische Partnerstadt. Dabei gibt es in Kiel eine dänische Vergangenheit, die erhebliche kulturelle Spuren hinterlassen hat, und eine existierende, lebendige dänische Minderheit. Darüber hinaus ist Dänemark unser nördliches Nachbarland.

Kiel und Aarhus sind Universitäts- und Hafenstädte an der Ostseeküste der kimbrischen Halbinsel. Die Städte sind ähnlich groß. Sie haben eine herausragende Bedeutung als wirtschaftliche und kulturelle Zentren in ihren jeweiligen Regionen und tragen somit erhebliche Verantwortung für die Entwicklung des sogenannten Jütland-Korridors, der sich von Hamburg bis Aalborg erstreckt. Eine enge Zusammenarbeit ist daher naheliegend.

Es gibt eine Fülle von Gemeinsamkeiten, die sich bereits in Besuchen von Ausschüssen der Kieler Ratsversammlung ausdrückt. Eine Städtepartnerschaft unterstützt die bereits bestehende Zusammenarbeit und bietet den Rahmen für eine weitere Vertiefung und Ausformung der bisherigen Zusammenarbeitsbeziehungen sowie der Eröffnung weiterer Möglichkeiten der Entwicklung von nachhaltigen gemeinsamen Projekten. Wir sehen diese Zusammenarbeit ausdrücklich auch im kulturellen und kreativen Bereich.

Die Stadt Kolding ist für die LH Kiel ein wichtiger Kooperationspartner im Bereich der Kreativwirtschaft, weil sie schon seit Jahren erfolgreich eine konsequente Strategie als Design City verfolgt. Im Rahmen dieser Strategie werden moderne Methoden der Gestaltung von Prozessen der Stadtentwicklung, der Entwicklung von innovativen Produkten und Prozessen genauso wie im Bereich der sozialen Entwicklung der Stadt erfasst. Damit bestehen für die LH Kiel Möglichkeiten, für die Umsetzung der strategischen Ziele der LH Kiel „Kreative Stadt“ und „Innovative Stadt“ von Kolding zu lernen und Kooperationsprojekte zu entwickeln.

Soweit für die Umsetzung von Projekten mit den Städten INTERREG-Programme hilfreich sein können und dafür ergänzende Kofinanzierungsmöglichkeiten erforderlich sind, kann dies auf Grundlage des Ratsbeschlusses „Europäische Förderprogramme stärker nutzen“ (Drucksache 0968/2015) erfolgen.

Ratsherr Wolfgang Schulz
SPD-Ratsfraktion

Ratsherr Arne Langniß
Ratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen

Ratsherr Marcel Schmidt
SSW-Ratsfraktion