Beendigung des Verkehrsversuches im Stadtteil Hassee/Vieburg

  1. Der Verkehrsversuch wird ab sofort für beendet erklärt.
  2. Eine Rückabwicklung der Einbahnstraßenregelung in der Hasseer Straße und in der Neuenrade wird nicht vorgenommen. Der Bus soll wieder auf der alten Route fahren (Einbahnstraße, Schild Einfahrt verboten mit den Ausnahmen „Radfahrer frei“ wie üblich und „Linienbusse frei“ wie z.B. in Suchsdorf an der Au auch schon vorhanden).
  3.  Die bisherige vorübergehende Straßenführung ist damit endgültig für alle Kraftfahrzeuge mit Ausnahme der Linienbusse.
  4. Die Verwaltung wird gebeten, eine sichere Querungsmöglichkeit des Uhlenkrogs auf Höhe der Einmündung des Verbindungsweges Struckdieksau vorzuschlagen und bei Varianten ggf. die Kosten überschlägig gegenüber zu stellen.

Die bisherigen Verkehrszählungen haben kein befriedigendes Ergebnis gebracht. Dieses hat dazu geführt, dass Mitglieder des Bauausschusses sich vor Ort einen Überblick verschafft haben und mit betroffen Institutionen und Verbänden Gespräche geführt haben:

  1. Der Kindergarten ist von der neuen Regelung begeistert, da die Sicherheit der Kinder jetzt grösser geworden ist. Der Kindergarten rät dringend davor ab, den vorherigen Zustand wieder herzustellen.
  2. Das Fahrradforum begrüßt die Einbahnstraßenregelung in der Hasseer Straße, da der Radverkehr in dieser Straße jetzt sicherer geworden ist.
  3. Der Jugendtreff in der Altenrade begrüßt die neue Verkehrsführung.
  4. Anwohner der Neuenrade begrüßen die neue Verkehrsführung, da in dieser Straße jetzt 20 neue Parkplätze entstanden sind.
  5. Das „Haus Uhlenkrog“ und das „Van-der-Camer- Haus“ stehen dem Verkehrsversuch weitestgehend neutral gegenüber, bedauern aber die Verlegung der Bushaltestelle. Deshalb fordern wir im Antrag unter 2. und 3., „Durchfahrt frei für Linienverkehr“ einzurichten. Dass dies rechtlich möglich ist, zeigt das Beispiel des Nienbrügger Weges in Suchsdorf (an der Au).
  6. Eine Bürgerinitiative aus der Hasseer Straße lehnt die Straßenveränderung ab, Mitglieder der Bürgerinitiative wohnen aber nicht in dem von der Verkehrsberuhigung betroffenen Straßenteil.
  7. Einige Bewohner des Uhlenkrogs lehnen die Verkehrsberuhigung ab, da es zu einem Mehrverkehr im Uhlenkrog gekommen sein soll.
  8. Es war bei Beginn des Verkehrsversuches klar, dass es bei einer Veränderung der Verkehre an einigen Stellen zu einer Verbesserung und an anderen Stellen zu einer Verschlechterung kommen kann.
  9. Unter Abwägung aller Vor- und Nachteile überwiegen die Vorteile der neuen Verkehrsführung so sehr, dass der Versuch an dieser Stelle beendet wird und die veränderte Verkehrsführung eingeführt wird.
  10. An einer weiteren Verbesserung und Beruhigung an dieser Stelle in Hassee sollte aber weiter gearbeitet werden.

Ratsherr Achim Heinrichs

SPD-Ratsfraktion

Holger Balbierski

SSW-Ratsfraktion