Wohnungsbau beschleunigen!

Mit einem Bauprojekt am Schusterkrug 8-10 steigt die Stadt wieder selbst in den Wohnungsbau ein. Die genauen Planungen haben Bürgermeister Peter Todeskino und Wohnungsdezernent Gerwin Stöcken heute der Öffentlichkeit vorgestellt.

Das Projekt am Schusterkrug leitet die Renaissance des sozialen Wohnungsbaus ein. Wir unterstützen, dass die Stadt seit diesem Jahr mit einem Budget von 6 Millionen Euro jährlich wieder selbst Wohnungen baut! Das Projekt am Schusterkrug ist das richtige Startsignal für einen verstärkten bezahlbaren Wohnungsbau gerade für Mieterinnen und Mietern mit geringem Einkommen. Wieder aktiv Wohnungsbau zu betreiben, das ist auch ein Paradigmenwechsel für die Stadt. Wir sind wie die Verwaltung überzeugt, dass mit dem Masterplan Wohnen und dem Kieler Modell eine Ausgangslage geschaffen wurde, die viele Instrumente, sozialen Wohnungsbau zu fördern, miteinander verbindet. Wir unterstützen daher die Entscheidung der Verwaltung, wieder einen eigenen städtischen Wohnungsbestand in Kiel aufzubauen. Wir danken auch dem Land Schleswig-Holstein, das den Wohnungsbau mit der Sonderrichtlinie ‚Erleichtertes Bauen‘ vereinfacht hat. Mit dem Wohnbauflächenatlas, den wir im März beschließen wollen, steht ein weiteres gutes Instrument zur Verfügung, um die vorhandenen Möglichkeiten schneller auszuschöpfen.

Auf dem städtischen Grundstück Schusterkrug 8-10 baut die Stadt ein neues Haus mit 14 Wohneinheiten, das bereits im November 2017 fertiggestellt werden soll. Laut Angaben der Stadt wird der Bau rund 2,2 Millionen Euro kosten und insgesamt 1.026 Quadratmeter Wohnfläche bringen. Der Mietpreis für die Zwei- bis Vier-Zimmer-Wohnungen wird unter sechs Euro pro Quadratmeter liegen.

Insgesamt plant die Stadt in den nächsten Jahren 220 sozial geförderte Wohnungen auf neun städtischen Flächen. Im Haushalt 2017 sind bereits weitere 3 Millionen Euro eingestellt, um ein Projekt in der Havemeisterstraße/Timkestraße zu realisieren. Auch in der weiteren Haushaltsplanung für die Jahre 2018 bis 2020 sind jährlich 6 Millionen Euro für städtische Wohnungsbauvorhaben berücksichtigt. Im Jahr 2018 soll es am Langen Rehm in Neumühlen-Dietrichsdorf und am Tilsiter Platz in Wellingdorf losgehen. Planungsmittel sind auch dafür schon im Haushalt 2017 vorhanden.