Erneuerbare Energien in Kiel

Auf der Basis ihres Kreisparteitagsbeschlusses hat die SPD konstruktive Vorschläge für eine verstärkte Nutzung regenerativer Energien in Kiel eingebracht.

Gemeinsam mit der Landeshauptstadt Kiel, den Stadtwerken und anderen regionalen Partnern soll zum Beispiel eine Arbeitsgruppe eingerichtet werden, um den Anteil erneuerbarer Energien an der Strom- und Wärmeversorgung sowie im Verkehrssektor zu erhöhen. Ziel ist es, mehr Investitionen im Bereich „Erneuerbare Energie“ zu mobilisieren.

Dafür soll ein Finanzierungsfonds „Erneuerbare Energien“ aufgebaut werden. Geprüft werden sollen weitere Maßnahmen: Zum Beispiel soll zur Reduzierung der CO2-Emissionen von Schiffen ein Konzept „Green Port“ mit Landstromversorgung und/oder alternativen Energien erstellt werden. Ferner wird angestrebt, in Zusammenarbeit mit den Hochschulen, Pilotprojekte zur Nutzung und Speicherung erneuerbarer Energien und anderer innovativer Energieformen zu entwickeln. Bei Gewerbegebieten und Wohnungsbau könnten auf freiwilliger Basis neue Möglichkeiten der Nutzung erneuerbarer Energien erprobt werden. Dem Vorschlag der Grünen, alle städtischen Liegenschaften und der Liegenschaften der städtischen Beteiligungen mit 100 % Ökostrom zu versorgen, steht die SPD-Fraktion offen gegenüber.

Die SPD sieht in diesen Vorschlägen eine Grundlage für eine Einigung mit den Grünen und dem SSW. Deshalb sind wir über die grüne Parteitaktierei irritiert. Die öffentlichen Provokationen gegen die SPD durch einzelne Kieler Grüne müssen aufhören. Die Kieler Grünen insgesamt sollten sich zu Herzen nehmen, was der grüne Energiewendeminister Habeck zur notwendigen Akzeptanz bei der Windenergie gesagt hat. Wer etwas für die Erneuerbaren Energien in Kiel erreichen will, sollte wie die SPD den Blick nach vorne richten und eine Vereinbarung über eine gemeinsame kommunale Energie- und Klimaschutzpolitik mit geeigneten Maßnahmen anstreben.

Dies erklären zu den aktuellen Äußerungen der Grünen in Sachen Windenergienutzung in Kiel der Fraktionsvorsitzende der SPD-Ratsfraktion, Dr. Hans-Friedrich Traulsen, und der Kreisvorsitzende der Kieler SPD, Jürgen Weber.