Städtebauliche Möglichkeiten zur Aufwertung des Gebietes rund um die ehemalige Wartehalle Hamburger Chaussee / Speckenbeker Weg

Die Verwaltung wird gebeten, dem Bauausschuss die städtebaulichen Möglichkeiten inklusive Kostenschätzungen zur Aufwertung des Gebietes rund um die ehemalige Wartehalle Hamburger Chaussee/ Speckenbeker Weg darzustellen.

Im Gebiet rund um die ehemalige Wartehalle an der ehemaligen Endhaltestelle Schulensee ist ein städtebaulicher Missstand entstanden: Nachdem der Kioskbetrieb dort nach 58 Jahren Ende 2010 aufgegeben wurde, hat sich ihr äußerer Zustand immer weiter verschlechtert. Sie ist erheblichem Vandalismus ausgesetzt, ihre gesamte Außenfläche ist durch Besprühungen verschmutzt, alle Glasscheiben sind eingeschlagen worden. Dieser Zustand wirkt sich auf seine gesamte Umgebung aus: Graffiti sind an der Rampe Speckenbeker Weg aufgebracht worden, Schmierereien finden sich auch auf der Fahrradabstellanlage. Die gesamte Aufenthaltsatmosphäre an diesem Eingangstor der Stadt leidet seit Aufgabe des sozialen Betriebes am Kiosk. Außerdem findet sich hier auch ein Zugang zum touristisch attraktiven Eiderwanderweg.

Unter stadtgestalterischen Gesichtspunkten ist das Gebäude erhaltenswert: Es ist 1953 „in einer seiner Zeit typischen Ausführung“ errichtet worden (Denkmaltopographie der Landeshauptstadt Kiel, Neumünster 1995, S. 494). Im Jahre 2008 ist die ehemalige Wartehalle unter Denkmalschutz gestellt worden.

Der Ortsbeirat Russee/Hammer/Demühlen hatte sich in seiner Sitzung am 20.9. 2011 für den Erhalt des Kiosks, ein Nutzungskonzept und Schadensregulierung ausgesprochen. Die Anstrengungen des EBK zur Wiederverpachtung sind bisher ohne Erfolg geblieben, daher ist eine Veränderung der augenblicklichen Situation zum Positiven nicht absehbar. Aus diesem Grund sollte nunmehr eine städtebauliche Aufwertung des Gebietes geprüft werden.

Michael Wagner
SPD-Ratsfraktion

Ratsherr Arne Stenger
Ratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen

Holger Balbierski
SSW-Ratsfraktion