Kiel und der Nationalsozialismus: Weiterentwicklung der Erinnerungskultur

Auf Grundlage des vom Begleitausschuss zur Weiterentwicklung der Kieler Erinnerungskultur zum Nationalsozialismus entwickelten Konzepts sowie des Beschlusses der Ratsversammlung zur Einrichtung einer hauptamtlichen Stelle sollen seitens der Verwaltung folgende Schritte unternommen werden:

  1. Die Dokumentation, didaktische Aufarbeitung und Vernetzung der dezentralen historischen Orte und der vorhanden Bildungsangebote;
  2. die dauerhafte Etablierung eines Beratungsgremiums mit Akteurinnen und Akteuren der Erinnerungsarbeit („Werkstatt Erinnerungskultur“);
  3. nach Vorlage eines Berichts zu Punkt 1, die Entwicklung eines Konzepts für die Erarbeitung und Präsentation einer Ausstellung zur Geschichte des Nationalsozialismus.

in Schleswig-Holstein, in enger Kooperation mit dem Land unter Einbeziehung der Möglichkeit der Etablierung einer Dauerausstellung an einem geeigneten zeitgeschichtlichen Ort. Bedingung hierfür ist die angemessen finanzielle Beteiligung des Landes.

Bis zur Vorlage des Ausstellungskonzepts (3.) wird das ehemalige Marineuntersuchungsgefängnis, Kiel Wik erhalten und nach Nutzungsmöglichkeiten gesucht, die einer möglichen potenziellen Ausstellung  nicht entgegenstehen.

Begleitet werden soll dies durch die Umsetzung des Beschlusses zur Einrichtung eines außerschulischen Lernorts an der Kiellinie (Drs. 1106/2013).

Die Umsetzung der Ratsbeschlüsse 0347/2011 und 0949/2012 haben zu der Erarbeitung einer Konzeption zur Weiterentwicklung der Erinnerungskultur in Kiel geführt, die von einer Autorengruppe erarbeitet und auf einem Workshop ausführlich dargelegt und diskutiert wurde.

Auf dieser Grundlage hat die Ratsversammlung die Verwaltung beauftragt, eine hauptamtliche Struktur zur Umsetzung des Konzeptes einzurichten. Es gilt nun, die nächsten schritte zur Umsetzung des Konzeptes konkret einzuleiten.

Ratsfrau Ingrid Lietzow
SPD-Ratsfraktion

Ratsherr Dirk Scheelje
Fraktion Bündnis 90/Die Grünen

Ratsherr Marcel Schmidt
SSW-Ratsfraktion