Flüchtlinge in Kiel: Gute Arbeit der Stadtverwaltung

Anlässlich einer Pressekonferenz der Stadtverwaltung zu Chancen und Herausforderungen im Umgang mit den in Kiel angekommenen Flüchtlingen loben Vertreterinnen von SPD, Grünen und SSW die Arbeit der Kieler Stadtverwaltung. Besonders hervorzuheben sei die einerseits nüchterne und sachorientierte Herangehensweise – auch bei den Schwierigkeiten, die der Stadt in dieser Situation begegnet seien – andererseits auch das offene und hilfsbereite Willkommen, das die Stadt ausstrahle.

Lisa Yılmaz, migrationspolitische Sprecherin der SPD-Ratsfraktion, betont die Bedeutung einer offenen Informationspolitik: „Mit umfangreicher Information baut die Verwaltung Ängste der Kielerinnen und Kieler ab. So haben wir eine wichtige Grundlage geschaffen, auf der die herausragende Kieler Willkommenskultur entstehen konnte. Als meinen Job verstehe ich es, alle Stimmungen aufzunehmen und zu informieren, und die sich zurzeit schnell ändernde Situation zu begleiten. Daraus ergibt sich letztlich, welche Maßnahmen wir zusätzlich brauchen, damit Integration gelingt.“

Lydia Rudow, Fraktionsvorsitzende der Ratsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen ergänzt: „Leider wird viel zu wenig beachtet, dass unter den Flüchtlingen, die in Deutschland ankommen, etwa 30 Prozent Frauen sind. Frauen flüchten – wie Männer – aufgrund von Armut, Hunger, Krieg, Folter, Zerstörung der Existenzgrundlagen, mangelnder Bildung und medizinischer Versorgung. Darüber hinaus sind sie geschlechtsspezifischen Menschenrechtsverletzungen wie z.B. Vergewaltigung, Zwangsverheiratung, Genitalverstümmelung, Zwangsprostitution und Steinigung ausgesetzt. Frauen, die vor und während ihrer Flucht traumatisierenden Erfahrungen ausgesetzt waren, bedürfen des besonderen Schutzes. Darum haben wir für den kommenden Innenausschuss einen Antrag eingebracht, in dem wir die Verwaltung bitten, u.a. bei der Planung neuer Flüchtlingsunterkünfte und Wohnungen im sogenannten Kieler Modell Unterkünfte zu schaffen, in denen ausschließlich allein geflüchtete Frauen und deren Kinder untergebracht werden. Außerdem wollen wir in Zusammenarbeit mit den Kieler Facheinrichtungen ein Konzept entwickeln, mit dem noch besser auf die spezifischen Lebenssituationen und Bedürfnisse geflüchteter Frauen eingegangen werden kann.“

Dr. Susanna Swoboda, SSW-Ratsfraktion, Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses, stellt die professionelle Arbeit im Bereich der geflüchteten Kinder- und Jugendlichen heraus, die von großer Sachkenntnis und Umsicht geprägt sei. „Die Stadtverwaltung hat große Anstrengungen unternommen und viel bewegt, um insbesondere auf die besonderen Belange unbegleiteter jugendlicher Flüchtlinge einzugehen, immer mit dem Ziel vor Augen, eine Perspektive für die jungen Menschen zu schaffen.“

Gemeinsam wolle die Kooperation auch zukünftig Offenheit gegenüber Flüchtlingen demonstrieren, sind sich die Politikerinnen einig. Auftretendem Rassismus müsse offen und entschieden entgegengetreten werden.

„Mit umfangreicher Information baut die Verwaltung Ängste der Kielerinnen und Kieler ab. So haben wir eine wichtige Grundlage geschaffen, auf der die herausragende Kieler Willkommenskultur entstehen konnte. Als meinen Job verstehe ich es, alle Stimmungen aufzunehmen und zu informieren, und die sich zurzeit schnell ändernde Situation zu begleiten. Daraus ergibt sich letztlich, welche Maßnahmen wir zusätzlich brauchen, damit Integration gelingt.“

Lydia Rudow, Fraktionsvorsitzende der Ratsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen ergänzt: „Leider wird viel zu wenig beachtet, dass unter den Flüchtlingen, die in Deutschland ankommen, etwa 30 Prozent Frauen sind. Frauen flüchten – wie Männer – aufgrund von Armut, Hunger, Krieg, Folter, Zerstörung der Existenzgrundlagen, mangelnder Bildung und medizinischer Versorgung. Darüber hinaus sind sie geschlechtsspezifischen Menschenrechtsverletzungen wie z.B. Vergewaltigung, Zwangsverheiratung, Genitalverstümmelung, Zwangsprostitution und Steinigung ausgesetzt. Frauen, die vor und während ihrer Flucht traumatisierenden Erfahrungen ausgesetzt waren, bedürfen des besonderen Schutzes. Darum haben wir für den kommenden Innenausschuss einen Antrag eingebracht, in dem wir die Verwaltung bitten, u.a. bei der Planung neuer Flüchtlingsunterkünfte und Wohnungen im sogenannten Kieler Modell Unterkünfte zu schaffen, in denen ausschließlich allein geflüchtete Frauen und deren Kinder untergebracht werden. Außerdem wollen wir in Zusammenarbeit mit den Kieler Facheinrichtungen ein Konzept entwickeln, mit dem noch besser auf die spezifischen Lebenssituationen und Bedürfnisse geflüchteter Frauen eingegangen werden kann.“

Dr. Susanna Swoboda, SSW-Ratsfraktion, Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses, stellt die professionelle Arbeit im Bereich der geflüchteten Kinder- und Jugendlichen heraus, die von großer Sachkenntnis und Umsicht geprägt sei. „Die Stadtverwaltung hat große Anstrengungen unternommen und viel bewegt, um insbesondere auf die besonderen Belange unbegleiteter jugendlicher Flüchtlinge einzugehen, immer mit dem Ziel vor Augen, eine Perspektive für die jungen Menschen zu schaffen.“

Gemeinsam wolle die Kooperation auch zukünftig Offenheit gegenüber Flüchtlingen demonstrieren, sind sich die Politikerinnen einig. Auftretendem Rassismus müsse offen und entschieden entgegengetreten werden.