Es bleibt dabei: Zirkusse mit Wildtieren sind in Kiel nicht erwünscht

Die Haltung von Wildtieren wird in reisenden Zirkussen den Ansprüchen des Tierschutzgesetzes nicht gerecht und gehört verboten. Wir bekräftigen und bestätigen diese politische Forderung, die im Januar diesen Jahres von der gesamten Kieler Ratsversammlung geteilt wurde. Da ein kommunales Verbot zurzeit rechtlich nicht möglich ist, begrüßen wir das Vorgehen unseres Oberbürgermeisters Dr. Ulf Kämpfer, ein solches Verbot auf dem Weg der Bundesgesetzgebung zu erreichen. Alle rechtlichen Möglichkeiten, die sich ergeben, werden wir voll ausschöpfen.

Die Forderung eines Verbots von Wildtieren im reisenden Zirkus wird von immer mehr Kommunen in ganz Deutschland unterstützt und auch zwei Drittel der Bevölkerung sehen Zirkusaufführungen mit Wildtieren als „nicht mehr zeitgemäß“ an. Dass ein Verbot seit 2010 auch von der Bundestierärztekammer gefordert wird, bestätigt auch die fachliche Notwendigkeit.

Wir begrüßen friedliche Proteste vor Zirkussen, die das Ziel haben, die Besucherinnen und Besucher über die Argumente zu informieren. Denn solange es keine gesetzlichen Bestimmungen wie beispielsweise in vielen anderen Ländern Europas gibt, bleibt es eine Entscheidung von informierten Bürgerinnen und Bürgern, ob sie einen Zirkus mit Wildtieren besuchen oder nicht.

Dies erklären anlässlich der Berichterstattung rund um die bevorstehenden Aufführungen des Circus Krone in Kiel Benjamin Raschke, SPD-Ratsfraktion, Martina Baum, Ratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, und Marcel Schmidt, SSW-Ratsfraktion.