Internationaler Frauentag

Am 8. März ist Internationaler Frauentag. Weltweit wird der Internationale Frauentag seit über 100 Jahren begangen. Doch noch immer bestehen strukturelle Benachteiligungen für Frauen und Deutschland hinkt noch immer bei der Gleichstellung von Frauen hinterher. Obwohl Frauen die gleichen Berufs- und Bildungsabschlüsse wie Männer haben und nicht selten sogar besser abschneiden, ist das Lohngefälle zwischen Männern und Frauen im internationalen Vergleich noch immer höher.

Frauen haben auch in Zeiten eines weiter steigenden Bedarfs an gut ausgebildetem Personal auf dem Arbeitsmarkt deutlich schlechtere Chancen. Die Verantwortung für die häusliche Sorgearbeit ist nach wie vor viel zu oft weiblich. Die Folge: Selten können Frauen mit ihrem Einkommen auf eigenen Beinen stehen, sind aber zugleich drastisch höher belastet als Männer. So ist es nicht verwunderlich, dass Frauen in wichtigen Ämtern unterrepräsentiert sind und die gesellschaftliche Teilhabe deutlich ungleich verteilt ist. Hoch interessant ist, wie sich diese Ungleichheit sich in den unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen manifestiert. Beispielsweise ist der Anteil der weiblichen Schiedsleute Kiel skandalös gering. Der Aufgabe, dies zu ändern, wollen wir uns stellen. In einem Antrag zum kommenden Innenausschuss fordern wir eine neue Strategie, um zu erreichen, dass mehr Frauen für sich die Möglichkeit sehen, dieses wichtige Amt der Schiedsperson anzunehmen.

Unser Ziel ist, Frauen den Zugang zu allen wichtigen gesellschaftlichen Bereichen des öffentlichen Lebens zu ermöglichen.

Dies erklärten anlässlich des Internationalen Frauentags Ingrid Lietzow (Sprecherin der SPD-Ratsfraktion für Gleichstellung), Dagmar Hirdes (GRÜNE) und Susanna Swoboda (SSW-Ratsfraktion).