Stadt legt Gesamtstrategie für die Kieler Wirtschaft vor

Mit der von der Ratskooperation geforderten und von der Stadt entwickelten Gesamtstrategie liegt nun eine Arbeitsgrundlage vor, mit der wir unsere gezielte rot-grün-blaue Wirtschaftspolitik für die Landeshauptstadt Kiel erfolgreich fortsetzen können.

Die Landeshauptstadt Kiel hat sich durch den Strukturwandel zum Dienstleistungssektor als schleswig-holsteinisches Zentrum für Wissenschaft, Forschung, Bildung und Ausbildung fortentwickelt.

Wir wollen Kiel deshalb besonders als Standort für Unternehmen des IT-Sektors, der Softwarebranche und der Kreativwirtschaft stärken. Als boomende Hafenstadt im Ostseeraum mit guten Wachstumszahlen wollen wir weiter das produzierende Gewerbe unterstützen und Kiel zum Standort für wissenschaftsnahe Industrie entwickeln.

Bedeutende Fortschritte verzeichnet unsere Stadt auch zunehmend als Tourismus- und Technologiestandort. Wir legen unseren Fokus hier auf die Schlüsselbranchen: Durch enge Zusammenarbeit mit Kieler Hochschulen, Kooperationspartnern und der ansässigen Wirtschaft können Digitale Wirtschaft, Gesundheitswirtschaft und Kreativwirtschaft in Kiel entwickelt werden. Schwerpunkt ist dabei, in Kiel ansässige Unternehmen zu fördern, regionale Kooperationen auszubauen und Existenz- und Ausgründungen aus den drei Hochschulen zu unterstützen.

Der Ausbau der Kooperation zwischen Wirtschaft und Wissenschaft ist für die wirtschaftliche Entwicklung von entscheidender Bedeutung. Eine offensive Fachkräfteinitiative sowie eine starke Kieler Wirtschaftsförderungs- und Strukturentwicklungsgesellschaft (KiWi GmbH) sind anzustreben. Wir wollen die aktuelle strategische Neuausrichtung von KiWi und langfristig die Entwicklung des MFG5-Geländes nutzen, um den Wandel vom Werften- zum Technologiestandort zu bewältigen. Die Stärkung klassischer Industriebetriebe wie Fertigung von Lokomotiven oder Pumpen spielt für uns dabei weiterhin eine wichtige Rolle.

Wir begrüßen die vorgelegte Gesamtstrategie für Wirtschaft in unserer Stadt und werden die Umsetzung aktiv begleiten.

Dies erklären Ratsfrau Özlem Ünsal, stellv. Fraktionsvorsitzende und wirtschaftspolitische Sprecherin der SPD-Ratsfraktion, Ratsherr Benjamin Raschke, hochschulpolitischer Sprecher der SPD-Ratsfraktion, Ratsherr Dirk Scheelje, wirtschaftspolitischer Sprecher der Ratsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen und Oliver Buhmann, wirtschaftspolitischer Sprecher der SSW-Ratsfraktion. Zum Wirtschaftsausschuss am 25. März legt die Verwaltung eine von der Ratsversammlung beantragte Gesamtstrategie zum Umgang mit dem wirtschaftlichen Strukturwandel und den Projektstand zur von der Kooperation geforderten Entwicklung der Kultur- und Kreativwirtschaft vor.