Das ist unsere Stadt – die Kiel Region ist weltoffen

Unter dem Motto „Das ist unsere Stadt – die Kiel Region ist weltoffen“ demonstrieren am heutigen Dienstag auf Initiative des DGB Menschen aus ganz Schleswig Holstein in Kiel für Vielfalt, Solidarität und eine weltoffene Kiel Region.

Bereits am 15. Januar kamen auf Initiative des DGB Vereine und Verbände zusammen, um das Bündnis „Das ist unsere Stadt – die Kiel Region ist weltoffen“ zu gründen. Aus ein paar erwarteten Teilnehmenden wurden knapp 100 Unterstützerinnen und Unterstützer.

Die Fraktionen von SPD, Grünen und SSW in der Kieler Ratsversammlung freuen sich über dieses deutliche Zeichen.

„Wichtig ist, dass ein breites Bündnis gegen jede Menschenfeindlichkeit auf die Kieler Straße geht und der Welt zeigt, dass die ganze Gesellschaft Vielfalt lebt und liebt“, erklärt Lisa Yılmaz, migrationspolitische Sprecherin der SPD-Ratsfraktion. „Ich freue mich besonders über die Resonanz auf unseren Aufruf. Die breite Beteiligung bestätigt den Eindruck, dass Vielfalt ein gutes Lebensmodell ist – gerade, da die Demonstrationen von Pegida mich besorgt haben, ob nach einer Hochzeit an Solidarität mit Flüchtlingen nun in Teilen Deutschlands wieder mehr Fremdenfeindlichkeit entsteht.“

Lydia Rudow, Fraktionsvorsitzende der Ratsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, macht deutlich: „Wir zeigen Flagge gegen jeden Rassismus, auch gegen den Alltagsrassismus. Wir sind und bleiben weltoffen und stellen uns, wenn nötig, auch in den Weg derer, die Hass schüren! Die Demonstration setzt ein klares Zeichen: Pegida hat in Kiel keinen Platz!“

Susanna Swoboda, migrationspolitische Sprecherin der SSW-Ratsfraktion, ergänzt: „Der 27. Januar ist der 70. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz, der Befreiung von 7.000 Gefangenen. Der Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus ist für uns ein Tag des Nachdenkens. Er erinnert uns daran, dass wir alle eine Verantwortung tragen für die Würde des Menschen, für Menschenrechte und Demokratie. Erst recht müssen wir heute rückwärtsgewandtem Gedankengut entschlossen entgegentreten.“