Modellprojekt verbessert Toilettensituation in der Innenstadt

Die Toilettensituation in der Innenstadt wird von den Kielerinnen und Kielern bisher als ungenügend empfunden. Mit der Teilnahme an der Aktion ‚Nette Toilette‘ – im Mai auf Initiative der Rathauskooperation angeregt – verbessern wir die Toilettensituation maßgeblich. Damit helfen wir besonders Älteren, Familien mit Kindern und Menschen mit Behinderung, die bisher oft weite Wege bis zur nächsten öffentlichen Toilette auf sich nehmen müssen. Gleichzeitig wird die Landeshauptstadt Kiel auch für Tourismus attraktiver.

Das Projekt steht beispielhaft für die gute Zusammenarbeit zwischen Stadt und der lokalen Wirtschaft. Bei der Aktion ‚Nette Toilette‘ koordiniert die Stadt ein flächendeckendes Netz von kostenlos nutzbaren Toiletten. Dafür erhalten die beteiligten Gastronomiebetriebe ein Nutzungsentgelt. Über ein Leitsystem mit standardisierten Schildern und Aufklebern werden die Menschen auf die nächste öffentlich nutzbare Toilette hingewiesen. So verbessern wir die Toilettensituation in der Innenstadt, ohne selbst aufwändig Toiletten durch die Stadt pflegen zu lassen. Gleichzeitig arbeiten wir eng zusammen mit Gastronomie und Einzelhandel in der Innenstadt. Das Modellprojekt soll zunächst auf ein Jahr befristet werden, um auch die Wirtschaftlichkeit des Projekts bewerten zu können. Im Herbst 2014 wollen wir die Ergebnisse auswerten und darüber entscheiden, ob die Stadt das Projekt fortsetzt.

Dies erklären zum Beschluss des Wirtschaftsausschusses, zum nächsten Jahr das Modellprojekt „Nette Toilette“ in Kiel einzuführen, Özlem Ünsal, stellvertretende Vorsitzende der SPD-Ratsfraktion, Dirk Scheelje, stellvertretender Vorsitzender der Ratsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, und Rüdiger Schulze, wirtschaftspolitischer Sprecher der SSW-Ratsfraktion.