Vergessene Rekorde

Mit der am heutigen Dienstag im Rathaus eröffneten Ausstellung ‚Vergessene Rekorde – Jüdische AthletInnen vor und nach 1933‘ leistet das Zentrum für deutsche Sportgeschichte in Potsdam einen wichtigen Beitrag gegen das Vergessen.

Die Ausstellung ging seit November 2010 mit Förderung der Bundeszentrale für Politische Bildung auf Wanderschaft durch die Bundesrepublik. Sie wurde bereits in vielen Städten mit großer öffentlicher Resonanz gezeigt.

Die Kooperation hat im Februar 2012 beschlossen, die Ausstellung ‚Vergessene Rekorde‘ auch nach Kiel zu holen. Wir freuen uns, dass es der Verwaltung gelungen ist, die Ausstellung hier im Rathaus zu zeigen.

Die Schau erinnert unter anderem an die drei Leichtathletinnen Lilli Henoch, Gretel Bergman und Martha Jacob. Die Nationalsozialisten hinderten die drei Ausnahmetalente und Rekordhalterinnen – Gretel Bergmann zum Beispiel sprang 1936 deutschen Rekord im Hochsprung, der erst im Jahr 2009 vom Deutschen Leichtathletikverband anerkannt wurde – an der Ausübung ihres Sports. An ihren Schicksalen zeigt die Ausstellung exemplarisch, wie Jüdinnen und Juden auch im Sport diskriminiert wurden, sie erinnert an Emigration und Ermordung zur Zeit des Nationalsozialismus.

Wir sind uns sicher, dass die Ausstellung auch in Kiel bei vielen historisch wie auch sportlich Interessierten Resonanz findet. Sie ist besonders für Schulklassen ab Stufe 7 sowie Lehrer und Sportvereine zu empfehlen.

Dies erklären zur Eröffnung der Ausstellung „Vergessene Rekorde – Jüdische AthletInnen vor und nach 1933“ am Dienstag, 3. September, der sportpolitische Sprecher der SPD-Ratsfraktion, Torsten Stagars, die Vorsitzende der Ratsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Lydia Rudow, und die Vorsitzende der SSW-Ratsfraktion Antje Danker.