Ein kommunaler Aktionsplan gegen das Bienensterben

Wir wollen alle kommunalen Möglichkeiten nutzen, um die Bienenvölker in Kiel zu schützen. Dazu gehört, öffentliches Grün zu öffentlichem ‘Bunt‘ umzugestalten. In Parks und an Straßenrändern wollen wir mehr Blumen und Sträucher pflanzen, die für Bienen attraktiv sind. Durch eine extensivierte Pflege der Grünflächen kann darüber hinaus die Artenvielfalt erhöht werden.

Die Stadtverwaltung soll die Pflanzpläne so anpassen, dass möglichst nahrhafte Pflanzen für Bienen in die Beete kommen.

Wir alle können etwas für die Bienen in unserer Stadt tun. Nicht zuletzt passt die Stadtimkerei mit dem immer beliebter werdenden Thema Urban Gardening sehr gut zusammen. Wir wollen die von uns angestoßene Förderung von Gemeinschaftsgärten weiter vorantreiben und gerne um weitere Facetten der Stadtnatur erweitern.

Wir rufen alle Bürgerinnen und Bürger auf, ihre Gärten bienenfreundlich zu gestalten. Das hervorragende Beratungsangebot des Umweltschutzamtes soll Bürger_innen gezielt über die Bienenhaltung, das Bienensterben und dessen Ursachen informieren.

Sicher sind die Ursachen für das Bienensterben komplex. Doch Tatsache ist, dass Insektizide und die stark eingeschränkte Artenvielfalt eine entscheidende Rolle spielen. Hier können wir auf kommunaler Ebene Einfluss nehmen und unsere städtischen Grünflächen ‘bienenfreundlich‘ gestalten. In Kiel können und müssen wir aktiv etwas gegen das Bienensterben unternehmen.

Dies erklären die umweltpolitischen Sprecherinnen Lisa Yılmaz (SPD), Martina Baum (GRÜNE) und Antje Danker (SSW) zum Antrag „Kommunaler Aktionsplan gegen das Bienensterben“, den die Kooperation von SPD, GRÜNEN und SSW dem kommenden Umweltausschuss vorlegt.