Erinnerungskultur in Kiel: An gestern erinnern – Zukunft gestalten

Die Aktionen der Kieler Museen zum Internationalen Museumstag am 12. Mai zeigen wieder die vielfältige Kulturlandschaft Kiels. Wir haben in den vergangenen Jahren dafür gesorgt, dass die Kultur in Kiel gestärkt wird – mit einem starken Fünf-Sparten-Theater und der Stadtgalerie. Die Stadtteilbüchereien bleiben – mit Unterstützung durch hauptamtliche Kräfte – ein wichtiger Anlaufpunkt in den Stadtteilen. Und mit dem Atelierhaus im Anscharpark haben wir für die Kunstszene einen wichtigen Ort geschaffen.

Der Museumstag steht unter dem Motto „Vergangenheit erinnern – Zukunft gestalten: Museen machen mit!“. Für uns bedeutet diese Erinnerungskultur einen wichtigen Aspekt der Kulturpolitik. Gerade gestern hat nach dem Kulturausschuss auch der Innen- und Umweltausschuss unseren Antrag „Erinnerungskultur an die nationalsozialistische Gewaltherrschaft“ mit den Stimmen der Rathauskooperation aus SPD, Grünen und SSW beschlossen. Wir wollen damit neue Wege suchen, an das Unrecht des nationalsozialistischen Gewaltregimes in Kiel zu erinnern. Unter anderem haben wir die Verwaltung beauftragt zu untersuchen, in welcher Weise kommenden Generationen die Geschichte der Opfer, Widerständler und auch derjenigen, die ein Leben abseits der Werte des Regimes zu leben versuchten, gezeigt werden kann.

Wir werden damit außerdem eine „Kieler Werkstatt der Erinnerungskultur“ dauerhaft etablieren. Offen für alle Interessierten soll sie die Auseinandersetzung mit dem Thema Erinnerungskultur und insbesondere die Weiterentwicklung des Umgangs mit diesem Thema in Kiel führen. Das erarbeitete Konzept soll die Grundlage zur Einwerbung möglicher Fördermittel werden.

Dies erklären zum Internationalen Museumstag am 12. Mai die kulturpolitische Sprecherin der SPD-Ratsfraktion, Ratsfrau Ingrid Lietzow, die kulturpolitische Sprecherin der Ratsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Ratsfrau Ulrike Kahlert, und Ratsfrau Antje Danker, SSW.