Neue Partnerschaften mit Samsun und Antakya: Kiel baut Brücken in die Türkei

Wir freuen uns, dass die Ratsversammlung die Aufnahme von Beziehungen mit den Städten Samsun und Antakya beschlossen hat. Ein großer Dank gebührt der Stadtpräsidentin, die sich leidenschaftlich für die neuen Partnerschaften eingesetzt hat.

Städtepartnerschaften sind nicht nur ein Zeichen für die Weltoffenheit einer Kommune, sondern auch ein politisches Signal. Die ersten Partnerschaften nach dem Zweiten Weltkrieg haben geholfen, die Schrecken des Krieges zu überwinden und neues Vertrauen aufzubauen. Spätere Partnerschaften haben den Eisernen Vorhang überwunden und wunderbare Kontakte zum Beispiel nach Tallinn ermöglicht. Wir hoffen, dass die Partnerschaften in die Türkei ein neues Kapitel der Verständigung aufschlagen und die europäische Idee weiter mit Leben füllt. Die Möglichkeiten, die eine Partnerschaft bietet, sind vielfältig und reichen vom Schüleraustausch bis zur Kooperation von Sportvereinen. Wir wollen damit die Basis setzen, um gesellschaftlichen Austausch zu erreichen. Wir gehen mit Samsun eine Städtepartnerschaft ein und werden Antakyas Schwesterstadt. Damit nutzen wir verschiedene Instrumente, um wirtschaftlichen, gesellschaftlichen, aber auch kommunalpolitischen Austausch zu fördern. Kiel liegt als Brücke in den Ostseeraum an einer wichtigen europäischen Nord-Süd-Verbindung. Es ist daher auch strategisch sinnvoll, unsere Partnerschaften über den nordeuropäischen Raum hinaus auszubauen. Wir setzen auch ein wichtiges Zeichen für die in Kiel lebenden Migrantinnen und Migranten. Integration bedeutet für uns die gegenseitige Anerkennung. Wenn die Städtepartnerschaft mit Samsun und die Beziehung zu unserer neu gewonnenen Schwesterstadt Antakya eine ähnliche Intensität wie die bestehenden Partnerschaften erreichen, unterstreichen wir mit dieser Entscheidung die internationale Ausrichtung Kiels. Deshalb freuen wir uns sehr über das heutige Votum der Ratsversammlung und gehen die Zusammenarbeit mit großem Elan an. Dies erklären Ratsherr Wolfgang Schulz, SPD-Ratsfraktion, Ratsfrau Dagmar Hirdes, Ratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, sowie Ratsfrau Antje Danker (SSW) zur Entscheidung der Ratsversammlung, offizielle Beziehungen zu Samsun und Antakya aufzunehmen.