Aus der Warteschleife

– Ratskooperation zu Bauinvestitionen bei den Freiwilligen Feuerwehren – Nachdem jetzt der Bau des Gerätehauses in Wellsee verbindlich in den Haushalt 2013 verankert wurde, benötigen auch die beiden anderen betroffenen Wehren Schilksee und Meimersdorf die gleiche Planungssicherheit.

Die Verschiebung der als notwendig anerkannten und mit dem Haushalt 2011 allein von der Kooperation aus SPD, Grünen und SSW beschlossenen Projekte ist eine direkte Folge der schädlichen Investitionsbremse des CDU-Innenministers. Die Verantwortung für die entstandene Situation trägt das Land. Stadtwehrführer Lehn hat Recht: Die Baumaßnahmen sind keine Geschenke an die Feuerwehr. Vielmehr sorgen sie dafür, dass die notwendige Ausrüstung für den Brandschutz einerseits kostengünstiger erworben werden können – in Wellsee zukünftig Standardfahrzeuge zu üblichen Marktpreisen statt teurer Spezialanfertigungen – und andererseits Fahrzeuge dauerhaft besser geschützt untergebracht werden können. Das vermeidet Reparaturkosten, sorgt für ständige Einsatzbereitschaft und gibt den Fahrzeugen eine längere Lebensdauer. Die Feuerwehrleute können in zeitgemäßen Räumlichkeiten unter Beachtung neuster Bestimmungen des Gesundheitsschutzes ihrem Dienst an der Gemeinschaft nachgehen. Es gilt, ihnen auch durch eine angemessene, bedarfsgerechte Ausstattung zu zeigen, welch hohen Stellenwert die Stadt ihrer Tätigkeit zumisst. Das auch für die Feuerwehr zuständige Innenministerium hat mit seiner Entscheidung zur Kürzung der Kreditobergrenzen nicht nur der Bildung, sondern auch der Sicherheit in Kiel ein Bärendienst erwiesen. Dass es dabei nicht nur um gefühlte, sondern auch um reale Sicherheit geht, zeigt die Verschiebung des Baus der Rettungswache in Schilksee, die zur Einhaltung von Hilfsfristen unbedingt erforderlich ist. Eine verlässliche Planung für die Umsetzung der Bauinvestitionen auch bei den betroffenen freiwilligen Wehren in Schilksee und Meimersdorf fordern der innenpolitische Sprecher der SPD-Ratsfraktion, Ratsherr Michael Wagner, und die feuerwehrpolitische Sprecherin der Ratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, Ratsfrau Dagmar Hirdes.