Rolf Fischer und Gesa Langfeldt: Berlin degradiert Bundeswehrstandort Kiel!

Die Stadt Kiel und die Region werden offensichtlich Opfer einer fast als willkürlich zu bezeichnenden Streichpolitik des Bundesverteidigungsministeriums. Insbesondere der Verlust des Marinearsenals trifft uns hart. Wir stellen uns dieser Herausforderung und protestieren gegen diese Entscheidung.

In erster Linie geht es um die Menschen, die bei der Bundeswehr in Kiel arbeiten und mit ihren Familien hier leben. Sie müssen jetzt miterleben, wie sie vom Bundesverteidigungsministerium herum geschupst werden. Es geht aber auch um die Wirtschaftskraft, die unserer Region entzogen wird. Das ist ein schwerer Schlag. Dass eine Reform der Bundeswehr, bei der viele Dienstposten gestrichen werden, nicht spurlos an Schleswig-Holstein und auch an Kiel vorübergehen kann, ist uns klar. Es ist jedoch beispielsweise überhaupt nicht erkennbar, wie die Auflösung des Marinearsenal in Kiel mit den eigenen Maßstäben wie Funktionalität und Kosten, die Bundesverteidigungsminister de Maiziere ausgerufen hat, in Übereinstimmung gebracht werden sollen. Anstelle von konsequenter Logik wird Mecklenburg-Vorpommern, die Heimat von Bundeskanzlerin Angela Merkel, fast unangetastet gelassen. Mit einsatztaktischen Überlegungen ist das jedenfalls nicht zu erklären. Es ist enttäuschend, wie schlecht die schwarz-gelbe Landesregierung die Interessen Schleswig-Holsteins bei der schwarz-gelben Bundesregierung vertreten hat. Offensichtlich hat die konservative Bundesregierung unser Land für sich bereits abgeschrieben. Dies erklären der SPD-Kreischef, Rolf Fischer, MdL, und die Vorsitzende der SPD-Ratsfraktion Kiel, Ratsfrau Gesa Langfeldt zur Entscheidung, den Bundeswehrstandort Kiel fast zu schleifen.