Land privatisiert die „Kiel“: Stadt wird jetzt für Brandschutz im Hafen sorgen

Die Landesregierung Schleswig-Holstein privatisiert die „Kiel“ – SPD, GRÜNE und SSW in der Kieler Ratsversammlung kritisieren diese Entscheidung auf das schärfste, denn jetzt wird die Einsatzzeit des Schiffes von einer halben Stunde auf zwei Stunden verlängert. Das ist nicht akzeptabel. Da tröstet uns auch der Verbleib der Brandbekämpfungskapazitäten an Bord der „Kiel“ nicht, wenn sie viel zu spät zu einem künftigem Schiffsbrand im Kieler Hafen käme.

Und die Erklärung des zuständigen Umweltministeriums, die Brandbekämpfung auf See würde weiterhin durch die großen Mehrzweckschiffe des Bundes abgedeckt, veranlasst uns zu der kritischen Frage: Wer hat eigentlich die Ostseefähre „Lisco Gloria“ gelöscht? Und den brennenden Holzfrachter „Pallas“ vor Amrum? Das war nämlich das Feuerlöschschiff Kiel mit der Kieler Berufsfeuerwehr und nicht etwa ein Mehrzweckschiff des Bundes! Wir fragen – auch als Bürgerinnen und Bürger des Landes Schleswig-Holstein – : Warum werden hier Synergien zwischen Stadt und Land aufgegeben? Nachdem die Landesregierung die Zusammenarbeit zwischen Stadt und Land auf dem Ölwehr- und Feuerlöschschiff beendet hat, werden wir als verantwortungsbewusste Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitiker jetzt mit Oberbürgermeister Torsten Albig (SPD), der Kieler Berufsfeuerwehr und mit der Kieler Schlepp- und Fährgesellschaft und ihren Fahrzeugen im Kieler Hafen für besseren Brandschutz sorgen. Dafür tragen wir die Verantwortung, der wir auch gerecht werden. Dies erklären anlässlich des heute (21. Juli 2011) verkündeten Abschluss des Bereederungsvertrages für das kombinerte Ölwehr- und Feuerlöschschiff mit mehreren privaten Reedereien der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Ratsfraktion, Ratsherr Falk Stadelmann, und der innenpolitische Sprecher der SPD-Ratsfraktion, Ratsherr Michael Wagner, die feuerwehrpolitische Sprecherin der Ratsfraktion von Bündnis′90/Die Grünen, Ratsfrau Dagmar Hirdes, und Ratsfrau Antje Danker (SSW).