Keine Dumpinglöhne in der Pflege

„Der dem Aufsichtsrat morgen zur Beschlussfassung vorliegende Antrag auf Ausgliederung der Krankenpflegeschule aus dem Städtischen Krankenhaus Kiel (SKK), um so die Ausbildungsgehälter absenken zu können, wird von uns abgelehnt. In der Pflegeausbildung müssen wir um junge Talente kämpfen, die sonst in andere Branchen abwandern.

Wir brauchen qualifizierte und motivierte junge Menschen in der Pflege. Mit Lohndumping erreichen wir dieses Ziel garantiert nicht. Dazu gehört auch eine angemessene Bezahlung, um diesem Beruf die ihm zustehende Wertschätzung zu geben. Der demographische Wandel zeigt uns schon heute, wie wichtig gut ausgebildete Menschen in diesem Berufsfeld sind. Qualität in der Ausbildung ist mit Lohndumping nicht zu erreichen. Um dauerhaft eine finanziell auskömmliche und qualifizierte Ausbildung in der Krankenpflege zu ermöglichen, sind alle Beteiligten im Gesundheitssektor wie Krankenhäuser, Krankenkassen, Land und Bund aufgefordert, die Rahmenbedingungen hierfür zu schaffen. Die Rathaus-Kooperation ist gerne bereit, sich im Rahmen der kommunalen Gesundheitspolitik mit dem Städtischen Krankenhaus (SKK) in eine von allen im Gesundheitssektor getragene gemeinsame Aktion für eine qualifizierte und auskömmliche Krankenpflegeausbildung einzubringen,“ sind sich die Vorsitzende der SPD-Ratsfraktion, Ratsfrau Gesa Langfeldt, der stellvertretende Vorsitzende der Ratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, Ratsherr Lutz Oschmann, sowie Ratsfrau Antje Danker (SSW) einig.