Markenbildungsprozess

Der wirtschaftspolitische Sprecher der SPD-Ratsfraktion, Ratsherr Hans-Werner Tovar, der wirtschaftspolitische Sprecher der Ratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, Ratsherr Lutz Oschmann, sowie Antje Danker (SSW) erklären zum gestrigen (23.2.2011) Beschluss des Wirtschaftsausschusses, einen Markenbildungsprozess durchzuführen:

„Wir freuen uns, dass der Markenbildungsprozess einstimmig im Wirtschaftsausschuss mitgetragen wurde. Die im Wirtschaftsausschuss vorgestellte Präsentation zeigt, wie gut wir in Kiel im Vergleich zu anderen Regionen aufgestellt sind. Im Ranking, was die Bekanntheit und Beliebtheit Kiels angeht, liegen wir im Verhältnis zur Größe der Landeshauptstadt Kiel ganz weit vorn. Es zeigt sich aber auch, wo wir noch Probleme haben: Bisher ist es uns nicht gelungen, alle relevanten Gruppen in Kiel für eine gemeinsame Vermarktung zu gewinnen. Das wollen wir nun ändern. Dazu ist ein offener Prozess vonnöten, in dem auch deutlich gemacht werden muss, welches Ziel wir mit einem Standortmarketing aus einem Guss verfolgen. Wir betreiben Standortmarketing vor allem, um in der Wahrnehmung von Menschen und Unternehmen attraktiver zu werden, die bisher nicht in Kiel leben, arbeiten oder Urlaub machen. Standortmarketing ist also keine Nabelschau einzelner Akteure, sondern dient der Zukunftsfähigkeit der gesamten Region. Deshalb muss auch die Wahrnehmung von Nicht-Kielern der entscheidende Maßstab sein, wie die zukünftige Marke Kiels aussehen soll. Die Marke KIEL.SAILING CITY scheint für die Außenwirkung sehr gut geeignet zu sein. Wir sollten sie nicht ohne Not ändern. Gleichzeitig gilt: wenn die durchzuführenden Befragungen einen anderen Kieler Markenkern ergeben, so sollten wir das auch konsequent umsetzen. In jedem Fall ist eine Markendehnung erforderlich – die empfundene Konzentration der Marke KIEL.SAILING CITY auf Segeln und Spaßveranstaltungen ist sicherlich kontraproduktiv. Am Ende können nur alle davon profitieren, wenn es uns gelingt, Standortmarketing aus einem Guss zu betreiben: sowohl die Wirtschaft, die Hochschulen mit Wissenschaft und Forschung, die Kultur, die ganze Region. Dafür wollen wir alles Erforderliche tun.“