Schulen müssen zur Ruhe kommen

Wir begrüßen, dass sich zwei Kieler Gymnasien, die Max-Planck-Schule und die Hebbelschule, für G 8 entschieden haben. Wir hoffen darauf, dass weitere Gymnasien sich auch so entscheiden werden.
Rot-Grün-SSW werden die Schulen dabei unterstützen, den eingeschlagenen Weg erfolgreich fortzusetzen, um weitere Unruhe zu vermeiden. Nichts anderes verursacht schwarz-gelb mit der geplanten Änderung des Schulgesetzes, wonach Gymnasien die Wahlfreiheit bekommen sollen, ob sie beim 2008 eingeführten Turbo-Abi (G8) bleiben, zum Langsam-Abi (G9)
zurückkehren oder gleich beide Abi-Modelle anbieten. Von der  Landesregierung auf Abruf erwarten wir, dass sie die Finger davon lässt.

Viele Gymnasien haben jede Menge Zeit und Kraft investiert, um das Schulgesetz der Großen Koalition und den G8-Beschluss umzusetzen, welcher dem bundesweiten Standard entspricht.
Die bisherige organisatorische und pädagogische Arbeit und getätigte Investitionen dürfen nicht umsonst gewesen sein und müssen auch fortgeführt werden.
Außerdem darf nicht vergessen werden, dass schon jetzt eine Wahlmöglichkeit für Schüler und Eltern in Kiel zwischen G8 und G9 besteht: das Gymnasium mit Abiturmöglichkeit nach acht Jahren (G8) und an drei  Gemeinschaftsschulen mit Abiturmöglichkeit nach neun Jahren (G9)!

Dies erklären zur Diskussion über G8 oder G9 an den Gymnasien der schulpolitische Sprecher der SPD-Ratsfraktion, Ratsherr Peter A. Kokocinski, und die schulpolitische Sprecherin der Ratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, Kirsten Wegner.