Landesförderung für Kindertageseinrichtungen anheben und nicht kürzen!

Um auch in Zukunft öffentliche Kinderbetreuung in Städten wie in Kiel organisieren zu können, muss das Land Schleswig-Holstein seine finanzielle Beteiligung ausweiten. Die im schleswig-holsteinischen Kindertagesstättengesetz festgeschriebene Deckelung der Betriebskostenfinanzierung auf 60 Mio. Euro muss aufgehoben, die Landesförderung muss erhöht werden.

SPD, GRÜNE und SSW in der Kieler Ratsversammlung stehen mit dieser Forderung an der Seite des Aktionsbündnisses gegen Kürzungspläne und für mehr Qualität im Kita-Bereich.

Im Kieler Stadthaushalt für das Kindergartenjahr 2010/2011 (d. h. von August 2010 bis Juli 2011) ist die Schaffung von mindestens 115 neuen Krippenplätzen, mindestens 116 neuen Kindergartenplätzen und 133 neuen Hortplätzen für Grundschulkinder (bzw. entsprechende Tagespflegeplätze) vorgesehen.

SPD, GRÜNE und SSW wollen erreichen, dass bis Ende des Jahres 2013 in Kiel

  • für (fast) jedes Kind zwischen drei und sechs Jahren ein Kindergarten- oder Tagespflegeplatz (d. h. eine Versorgungsquote von so genannten „Elementarkindern“ von 97 – 100 %)
  • für jedes dritte Kind unter drei Jahren ein Krippen- oder Tagespflegeplatz (d. h. eine Versorgungsquote von 33 – 35 %) und
  • für jedes zweite Grundschulkind ein Hortplatz (d. h. eine Versorgungsquote von 50 %) geschaffen ist.

Damit unterstützen wir Mütter und Väter bei der Erziehung ihrer Kinder und
ermöglichen ihnen, gleichzeitig einer Berufstätigkeit nachzugehen. Das ist moderne Familienpolitik und steht im Gegensatz etwa zu dem von Ökonomen als nutzlos bewerteten Betreuungsgeld von CDU, CSU und FDP – im Volksmund „Herdprämie“ genannt -, das gleichzeitig die finanziellen Möglichkeiten der Städte zum Ausbau der Kindertagesstätten einschränkt.

Dies erklärten der jugendpolitische Sprecher der SPD-Ratsfraktion, Ratsherr
Volkhard Hanns, der schulpolitische Sprecher der Ratsfraktion von BÜNDNIS’90/DIE GRÜNEN, Markus Engelmann, und Ratsfrau Antje Danker (SSW).