Kohlekraftwerke sind klimaschädlich und unwirtschaftlich

Die Untersuchungen der Uni Flensburg bestätigen in eindruckvoller Weise den energiepolitischen Kurs von SPD und GRÜNEN in der Kieler Ratsversammlung. Das geplante 800 MW Kohlekraftwerk ist nicht nur aus Klimaschutzgründen inakzeptabel, sondern auch aus wirtschaftlichen Aspekten. Da der erzeugte Strom aus erneuerbaren Energien vorrangig in das Stromnetz aufgenommen werden muss, kommt es bei Starkwindzeiten zur Drosselung oder kompletten Abschaltung von fossilen Kraftwerken. Sinken die Volllaststunden der Stromerzeugung neuer Kohlekraftwerke unter 6000 im Jahr, sind sie unwirtschaftlich und haben eine negative Rendite. Das hatten im Übrigen schon die Stadtwerke-Gutachter festgestellt.

Nach dem Prognose des Wirtschaftsministeriums von S-H wird im Jahr 2020 die Stromerzeugung aus Windenergie 130% des verbrauchten Stroms in Schleswig-Holstein betragen. Selbst bei einem Netzausbau wird der Windstrom über lange Zeiträume im Jahr den Kohlestrom aus dem Netz verdrängen, da der EEG-Strom Vorrang hat. Neue Kohlekraftwerke sind die nächsten Pleite-Immobilien. Für den Ausgleich der Schwankungen des Windstromangebotes eignen sich Gaskraftwerke wesentlich besser.
Für die 4 geplanten Kohleblöcke in Brunsbüttel sind von den Flensburger Wissenschaftlern Jahresvolllaststundenzahlen zwischen 4.100 und 6.200 berechnet worden statt der von den Investoren kalkulierten Stundenzahl von 7.000 bis 8.000. Der Aussage von Prof. Olav Hohmeyer von der Uni Flensburg, Betreuer der Untersuchung,: „Die Ökonomie arbeitet für den Klimaschutz und für die Gegner neuer Kohle- und alter Kernkraftwerke“ ist mit vollem Herzen zuzustimmen.

Dies erklären zu den Untersuchungen der Universität Flensburg zu den wirtschaftlichen Perspektiven der geplanten Kohlekraftwerke in Brunsbüttel die energiepolitischen Sprecher von Bündnis 90 / DIE GRÜNEN und SPD, Lutz Oschmann und Michael Wagner.