Unverantwortliche Stimmungsmache – Kohlelobby zeigt ihr wahres Gesicht!

„In Kiel wird kein neues Kohlekraftwerk gebaut!“ vereinbarten SPD und Bündnis 90/Die Grünen im Kooperationsvertrag. Dabei wird es bleiben.
Wer eine moderne und umweltverträgliche Energieversorgung zu verlässlichen Preisen haben will, der kann kein Kohlekraftwerk am Ostufer wollen. Wer qualifizierte zukunftsfeste Arbeitsplätze in der Region schaffen will, wer mehr Unabhängigkeit von den Energie-Multis will, der muss die Nachfrage nach moderner Energietechnik und Wärmedämmung fördern, wie sie gerade
während der Innovativen Bauausstellung demonstriert wird. Wer einen modernen wettbwerbsfähigen Industriestandort haben will, der muss Abschied nehmen von der Dinosauriertechnologie a la Kohle.
Mit dem 800 MW Kohlekraftwerk – mehr als doppelt so groß wie das  bestehende Kraftwerk – werden e.on und die Stadtwerke für die nächsten 50 Jahre jährlich 5 Mio Tonnen CO2 ausstoßen. 

Das hat mit einer klimaverträglichen Energieversorgung nichts zu tun. Es kann nicht das Interesse der Kielerinnen und Kieler und der Kieler Stadtwerke sein, über den eigenen Bedarf hinaus Wärme und Strom zu produzieren.
Wir stehen zu unseren Stadtwerken. Stadtwerke sind stark, weil sie nahe bei ihren KundInnen sind und auf veränderte Bedürfnisse schnell reagieren können.

Die Stadtwerke laufen Gefahr, durch ihre Allianz mit dem Energie-Multi e.on diese Stärke aufs Spiel zu setzen.
Denn mit ihrer heutigen Pressemitteilung und der Ankündigung, auf dem Ostufer ein 800 MW Kohlekraftwerk bauen zu wollen, betreiben sie mit e.on unverantwortliche Stimmungsmache. Wir fordern die Stadtwerke auf, sich gemeinsam mit der überwiegenden Mehrheit in der Ratsversammlung und in der Bevölkerung Kiels für einen umweltverträglichen Energiemix und dezentraler, bedarfsgerechter Strom- und Wärmeproduktion zu verlässlichen Preisen einzusetzen.

Dies erklären der Vorsitzende der SPD-Ratsfraktion Ralph Müller-Beck und der
Vorsitzende der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen Lutz Oschmann.