Kokocinski: SPD respektiert und unterstützt Elternwillen

Dem Amt für Schule, Kinder- und Jugendeinrichtungen liegen fünf Anträge zur Einrichtung von Regionalschulen sowie sieben Anträge zur Einrichtung von Gemeinschaftsschulen vor, die durch die Umwandlungsanträge der drei Gesamtschulen in Gemeinschaftsschulen ab 2010 ergänzt werden. Die SPD-Ratsfraktion begrüßt die Entscheidung der Eltern und Schulen, die für die Landeshauptstadt die flächendeckende Einrichtung von insgesamt 10 Gemeinschaftsschulen bedeuten würde und kritisiert die Haltung der CDU, die diesen Anträgen „kritisch auf den Zahn fühlen“ möchte.

Grundlage der politischen Entscheidungsfindung in dieser Sache
müsse der Wunsch der Eltern, Schüler und Lehrer sein. Diesen gilt
es zu respektieren und zu unterstützen. Die SPD hat keineswegs vor, die Anträge der Schulen in irgendeiner Form durchzuwinken, sondern sie gezielt danach zu überprüfen, inwieweit diese entsprechend umzusetzen sind. Sollte ein Nachsteuerungsbedarf bestehen, solle dieser mit Unterstützung der Verwaltung und gemeinsam mit den betroffenen Schulen geregelt werden.

Um hier Klarheit zu schaffen werden die beiden Ratsfraktionen der SPD und von Bündnis 90/Die Grünen hierzu einen gemeinsamen Änderungsantrag in den Ausschuss einbringen.

Die Umsetzung der Schulreform bedeutet eine große Herausforderung für die Landeshauptstadt Kiel und bietet die Chance für mehr Bildungsgerechtigkeit und muss als ganzes betrachtet werden. Wir wünschen uns, den Klassenkampf einzelner innerhalb der CDU gegen die Gemeinschaftsschule zu beenden und gemeinsam mit allen Fraktionen im Rat dafür Sorge zu tragen, dass sich der Elternwille in den Entscheidungen über die Umsetzung der Schulreform widerspiegelt.