7. LebensqualitÀt und Sicherheit

Kunst und Kultur bereichern unser Zusammenleben, geben Impulse fĂŒr den gesellschaftlichen Wandel und unterstĂŒtzen auf ihre Art den sozialen Zusammenhalt. Wir werden die Rahmenbedingungen fĂŒr Kiels lebendige Kulturlandschaft erhalten, indem wir unser erfolgreiches FĂŒnf-Sparten-Theater mit Oper, Schauspiel, Orchester, Ballett und Kinder- und Jugendtheater erhalten und zukunftsfĂ€hig machen. Das Erfolgsmodell „Sommeroper auf dem Rathausplatz“ und „Sommermusical am Seefischmarkt“ wollen wir fortsetzen, inklusive den weltweit grĂ¶ĂŸten Live-Übertragungen von Opernpremieren auf mehreren Kieler PlĂ€tzen. Unsere stĂ€dtischen Museen (Warleberger Hof, Schifffahrtsmuseum, Stadtgalerie) wollen wir fĂŒr alle Menschen kostenfrei öffnen.

Kiel ist immer mehr eine Stadt der kulturellen Vielfalt. Wir wollen die Integration von neuen Kielerinnen und Kielern hin zu einer vollstĂ€ndigen gesellschaftlichen und kulturellen Teilhabe unterstĂŒtzen und freuen uns ĂŒber neue Impulse, Sprachen und Wissen. Daher fordern wir, dass sich die Stadt Kiel aktiv an der Förderung des kulturellen Austausches zwischen zugezogenen FlĂŒchtlingen und der gesamten Kieler Bevölkerung beteiligt

Wir werden als Teil unserer sozialen Kulturpolitik zusĂ€tzlich und gemeinsam mit Kulturschaffenden und ehrenamtlich in der Kulturarbeit Engagierten nach Wegen suchen, Kunst und Kultur fĂŒr mehr Menschen erlebbar zu machen. Wir werden auch in Zukunft das ehrenamtliche Engagement in der Kieler Kulturszene fördern, ohne dass die Vielfalt und die QualitĂ€t des kulturellen Angebots in unserer Stadt nicht vorstellbar wĂ€re, z.B. in den vielen Stadtteilinitiativen, den soziokulturellen Zentren und den freien Theatern.

Wir werden

  • die 2017 vom Rat beschlossenen Richtlinien zur Kulturentwicklungsplanung umsetzen und im Dialog mit den Kunst- und Kulturschaffenden stĂ€ndig ĂŒberprĂŒfen und anpassen,

  • uns fĂŒr die Verwendung moderner Techniken einsetzen, um unser kulturelles Erbe u.a. durch die Digitalisierung im Museums- und Archivbereich zu sichern,

  • dafĂŒr sorgen, dass die Zusammenarbeit von KĂŒnstler*innen mit Bildungsinstitutionen nicht zuletzt im Ganztagsschulbereich intensiviert wird,

  • die begonnenen Initiativen zur Erinnerungs- und Gedenkkultur als wichtige Aufgabe einer offenen und modernen Stadtgesellschaft konsequent weiterfĂŒhren; dabei streben wir an, die Erforschung der Zeit des Nationalsozialismus zu intensivieren und in geeigneter Form den BĂŒrger*innen auch museal zu prĂ€sentieren

Wir wollen außerdem eine Kulturtafel unterstĂŒtzen, bei der nicht verkaufte Restkarten fĂŒr Theater-Vorstellungen an BedĂŒrftige ausgegeben werden. Insgesamt wollen wir bei allen stĂ€dtischen und von der Stadt geförderten Angeboten aus Kultur, Sport, Bildung usw. darauf achten, dass Kosten und Eintritte immer als Barrieren verstanden und möglichst abgebaut werden.

Wir werden gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit bekÀmpfen mit dem Ziel, Toleranz und das VerstÀndnis von Demokratie in unserer Gesellschaft zu fördern. Das hundertjÀhrige JubilÀum des Kieler Matrosenaufstandes von 1918 wird mit einem umfangreichen Programm an den Aufbruch der Demokratie in Deutschland erinnern.

Wir wollen die Kieler Woche als von allen sehr geschĂ€tztes Volksfest, Segel-Event und Kulturereignis gemeinsam mit den Kielerinnen und Kielern und den Partnern der Kieler Woche weiterentwickeln. Der Grundsatz „umsonst, draußen und fĂŒr alle“ wird auch in Zukunft gelten. An der großen Anzahl und Vielfalt an Veranstaltungen sollen alle Anteil haben können. Zugleich wird die Kieler Woche als Treffpunkt der Nationen und als Ort des Friedens und der VölkerverstĂ€ndigung immer wichtiger.

Wir werden die öffentlichen SportplĂ€tze in Kiel weiter sanieren und den Breitensport und die dort geleistete ehrenamtliche Arbeit durch besondere Mittel ĂŒber mehrere Jahre hinaus fördern. Wir werden auch SportstĂ€tten des öffentlichen Raums verwirklichen fĂŒr Outdoor-Training (z.B. „Trimm-Dich-Pfade“ mit besonderen GerĂ€ten). Sportanlagen werden nach und nach neue RasenplĂ€tze erhalten. Die Bewegungsförderung in den KindertagesstĂ€tten werden wir verstĂ€rken.

Das Holstein-Stadion werden wir gemeinsam mit dem Land und der KSV Holstein Kiel von 1900 e.V. fĂŒr die Zweite Fußball-Bundesliga tauglich machen. Ein nachfolgender Umbau in eine moderne Fußball- und Multifunktionsarena wĂ€re eine sehr gute ErgĂ€nzung der Kieler Infrastruktur mit Strahlkraft weit ĂŒber Kiel hinaus. Um dieses Ziel zu erreichen, bedarf es eines zwischen Verein, Investoren, Stadt und Land eng abgestimmten Nutzungs- und Finanzierungskonzeptes.

Mit der UnterstĂŒtzung des Spitzensports sowie des Breitensports haben wir in Kiel ein wichtiges Zeichen gesetzt. Wir werden uns darĂŒber hinaus auch fĂŒr den Leistungssport in bisher nicht hinreichend berĂŒcksichtigten Bereichen einsetzen, denn in vielen Sportarten werden sehr hĂ€ufig besondere Leistungen gebracht, die es ebenfalls zu fördern gilt. Dazu wollen wir im ersten Schritt einen runden Tisch mit den Trainer*innen, sowie den Aktiven einrichten, um den Bedarf zu ermitteln. Ein Ziel sollte die Einrichtung eines Förderfonds sein, der dem des Breitensports Ă€hnelt.

In den nĂ€chsten fĂŒnf Jahren werden wir die Kieler BĂ€der auf Vordermann bringen: Das neue Sport- und Freizeitbad an der Hörn wird gerade fertiggestellt, nun werden wir bis 2023 die Schwimmhalle Schilksee, das Eiderbad Hammer und das Sommerbad Katzheide sanieren und zu modernen SchwimmstĂ€tten weiterentwickeln. Damit unterstĂŒtzen wir auch die gemeinsam von Stadt, Schulen und Vereinen getragene Schwimmlernkampagne.

Wir fordern die Ausweitung des Kiel Passes auf weitere Kieler Sportvereine, um ein möglichst dezentrales und breit gefĂ€chertes Angebot zu ermöglichen. Des Weiteren fordern wir den Abbau von HĂŒrden bei der Beantragung des Kiel Passes, d.h. fĂŒr uns die EntbĂŒrokratisierung der Verfahren und ein proaktives Zugehen der Stadt Kiel auf Leistungsberechtigte. FĂŒr alle LeistungsbedĂŒrftigen, die nicht leistungsberechtigt nach dem Asylbewerberleistungsgesetz sind, richtet die Stadt Kiel einen Fonds ein, der Vereinsmitgliedschaften fĂŒr diese LeistungsbedĂŒrftigen finanziert. Dieser Fonds soll offen fĂŒr Spenden natĂŒrlicher wie juristischer Personen sein.

Der Erhalt von Natur und Umwelt ist fĂŒr uns von zentraler Bedeutung. Sie ist die Grundlage fĂŒr eine hohe LebensqualitĂ€t der Menschen in unserer Stadt. Wir werden einen neuen GrĂŒnflĂ€chenplan entwickeln und dabei von Beginn an Natur- und UmweltschutzverbĂ€nde einbinden. Unsere GrĂŒnflĂ€chen werden wir ökologisch sinnvoll aufwerten und insbesondere auf heimische Pflanzen setzen. Auch kleine GrĂŒnstreifen werden wir dafĂŒr nutzen. Das erhöht die LebensqualitĂ€t und ist ein wichtiger Baustein in der Klimapolitik. Gemeinsam mit den OrtsbeirĂ€ten werden wir FlĂ€chen ermitteln, die entsiegelt und bepflanzt werden können. DachbegrĂŒnung werden wir fördern. Unsere historischen Gehölze werden wir schĂŒtzen. Daher werden wir prĂŒfen, ob die Forstwirtschaft in diesen Gehölzen eingestellt werden kann. Insgesamt werden wir unsere GrĂŒnanlagen, Tiergehege, Wald und Wasser stĂ€rker pflegen und fĂŒr die Menschen erlebbar machen.

Als Stadt am Wasser muss es fĂŒr die Kieler Ratsversammlung ein zentrales Anliegen sein, unsere Förde und die Ostsee vor weiterer Verschmutzung zu bewahren. Deswegen setzt sich die Stadt Kiel dafĂŒr ein, den Verkauf von PlastiktĂŒten und Einweggeschirr und –bechern weiter zu reduzieren. Um dies kundenfreundlich umzusetzen, mĂŒssen nachhaltige Alternativen mitgedacht werden, wie zum Beispiel ein stadtweites Pfandbechersystem. So kann der MĂŒll in der Stadt maßgeblich reduziert werden. Gleichzeitig ist es wichtig, die MĂŒllentsorgung effizient und einfach zu gestalten. Deswegen setzen wir uns fĂŒr weitere verschlossene AbfallbehĂ€lter im gesamten Stadtgebiet ein. Auch das Wissen ĂŒber die Meerverschmutzung muss zunehmen, wofĂŒr in Kooperation mit dem Geomar eine AufklĂ€rungskampagne fĂŒr die Kieler Schulen und KindergĂ€rten entwickelt werden soll

Wir wollen die WochenmÀrkte in der Innenstadt und in den Stadtteilen erhalten, auf denen vermehrt lokale Produkte verkauft werden.

Wir unterstĂŒtzen den Tierschutz und die unverzichtbare Arbeit des Tierheims Uhlenkrog. Die Kieler KleingĂ€rten haben eine lange Tradition, ĂŒbernehmen darĂŒber hinaus wichtige soziale Aufgaben und dienen der Naherholung. Wir werden gemeinsam mit den Kieler KleingĂ€rtner*innen das Angebot der Kleingartenanlagen in unserer Stadt zukunftsfĂ€hig machen und weiterentwickeln.

Die QualitĂ€t des Lebens heißt fĂŒr uns auch Freiheit von Angst und Not. Ohne Sicherheit ist keine Freiheit, und Sicherheit wiederum wird nur sein, wenn wir aufeinander Acht geben statt gleichgĂŒltig nebeneinander her zu leben. Wir unterstĂŒtzen die Arbeit der Kieler Polizei und der kriminalprĂ€ventiven RĂ€te. Und wir sorgen selbst vor: Hellere Straßen und Wege sorgen fĂŒr mehr Sicherheit, deshalb verbessern wir jedes Jahr die Straßenbeleuchtung.

Auf unsere Initiative hin hat die Ratsversammlung den Fonds „Gemeinsam Kiel gestalten“ eingerichtet, mit dem in allen Stadtteilen Wege und PlĂ€tze ĂŒbersichtlicher gestaltet und AngstrĂ€ume abgebaut werden können. Der Fonds ist ein Erfolgsmodell: Aus allen Stadtteilen kommen BĂŒrger*innen mit Ideen, wie das nachbarliche Miteinander gestĂ€rkt werden kann – das erhöht auch das SicherheitsgefĂŒhl. Die Verschönerung des SchĂŒtzenparks wird aus diesem neuen Fonds finanziert und dort die öffentliche Sicherheit so verbessert. Bis zum Jahr 2020 werden wir jĂ€hrlich 300.000 Euro fĂŒr Stadtteilprojekte zur VerfĂŒgung stellen, um den nachbarschaftlichen Zusammenhalt zu stĂ€rken.

Auch Sauberkeit erhöht die LebensqualitĂ€t. Wir werden den Einsatz zusĂ€tzlicher Reinigungsfahrzeuge in Stadtteilen erproben, die mit Unrat und Verschmutzung auf den Straßen und Wegen besondere Probleme haben. Die BekĂ€mpfung von illegalem Graffiti wird fortgesetzt.

Der öffentliche Raum ist fĂŒr alle da. Niemand darf ihn sich auf Kosten anderer aneignen, und niemand darf daraus verdrĂ€ngt werden. Wir richten einen neuen kommunalen Ordnungsdienst ein, der in Abstimmung mit der Polizei Störungen abstellen und RechtsverstĂ¶ĂŸe ahnden wird. Wer Hilfe braucht, der bzw. dem soll geholfen werden – deshalb soll es zusĂ€tzlich zu einem kommunalen Ordnungsdienst verstĂ€rkte Straßensozialarbeit geben. Besonders im Bereich um den Hauptbahnhof wollen wir die Sauberkeit, das SicherheitsgefĂŒhl und die AufenthaltsqualitĂ€t fĂŒr alle verbessern.

Wir werden die Möglichkeiten zum Einsatz von Testpersonen vor Diskotheken ĂŒberprĂŒfen. Dadurch sollen in regelmĂ€ĂŸigen AbstĂ€nden mögliche Diskriminierungen beim Einlass vor den Diskotheken festgestellt werden.

Wir werden unsere Berufsfeuerwehr und unsere Freiwilligen Feuerwehren auf den neuesten technischen Stand bringen. Damit im Alarmfall die Feuerwehr schnell vor Ort ist, werden wir so schnell wie möglich eine zusĂ€tzliche Feuerwache im Kieler Norden bauen und personell ausstatten. Hinzu kommen Neubauten und Sanierungen an der Hauptwache am Westring und an der Ostwache in Gaarden. Das Ehrenamt der Freiwilligen Wehren, der Hilfsorganisationen und Rettungsdienste ist hochgeschĂ€tzt und unverzichtbar fĂŒr die Abwehr von Gefahren. Wir werden das Ehrenamt in diesen Organisationen fördern und unterstĂŒtzen. Der Rettungsdienst wird unter BerĂŒcksichtigung von stĂ€ndig steigenden Anforderungen an die Organisation, Ausstattung und Ausbildung gestĂ€rkt. Eine moderne Wache fĂŒr die Rettungsdienste wird gebaut, und die GerĂ€tehĂ€user der Freiwilligen Wehren werden weiter saniert werden.

Kiel ist Hafenstadt, und in einem Hafen können auch SchiffsunfĂ€lle passieren. Gegen unseren Willen ist das alte Feuerlöschschiff Kiel von anderen politischen Rathausmehrheiten stillgelegt worden. Deswegen befĂŒrworten wir die Beschaffung eines neuen Feuerlöschboots fĂŒr unsere Stadt.

Morgen 22.10.18

SPD-Ratsfraktion Kiel
18:00 Uhr, Fraktionssitzung ...

SPD-Suchsdorf
19:00 Uhr, "Ohne Block und Bleistift" - GesprÀchsrunde im ...

Unser Mann im Bundestag

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