Geschichte: Archiv 2014

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Nächste Termine

Do, 25. Januar, 19 Uhr
Reguläres Treffen
des AK Geschichte
Walter-Damm-Haus,
Kl. Kuhberg 28-30,
24103 Kiel


Die Treffen sind öffentlich,
so weit nicht anders
angegeben.
Weitere Interessierte sind
willkommen.

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Archiv 2014

KIEL 14 - 18
Eine Erinnerung an Weltkrieg und Revolution

Montage aus Wort, Musik und Bild von Rolf Fischer
Do, 6. November 2014, 20 Uhr, Studio im Schauspielhaus


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

V.l.: Gerd Sell, Rolf Fischer, Claudia Thoma, Wolfgang Röttgers, Regina Selke

80 Minuten starke Kieler Geschichte: Mit der szenischen Lesung auf der Studiobühne im Schauspielhaus wurde eindrucksvoll an Kiel im sogenannten Großen Krieg von 1914 bis 1918 erinnert. Im überfüllten Studio lasen Wolfgang RöttgersClaudia Thoma und der Autor Rolf Fischer. Für den musikalischen Rahmen sorgte Gerd Sell mit Liedern zur und aus der Zeit. Eindrucksvoll ergänzten bewegende Bilder, von Dr. Regina Selke zusammengestellt und präsentiert, den Text.

Es ging um Kriegseuphorie und Kaisertreue, um das Erwachen in der Realität, die durch Mangel und Not gekennzeichnet war. In Kiel entstand so die Stimmung, die zur Revolution von 1918 führte und die Basis für die Gründung der ersten deutschen Republik bereitete.

Aufgrund des großen Erfolgs wird es im nächsten Jahr weitere Aufführungen geben.

Fotos: skw


Andreas Gayk - Mensch und Geschichte

Am 1. Oktober vor 60 Jahren starb Kiels schon legendärer Oberbürgermeister Andreas Gayk, am 11. Oktober vor 121 Jahren kam er in der Annenstraße zur Welt.

 

Die SPD-Ratsfraktion lud am 11. Oktober um 11 Uhr zu einer öffentlichen Würdigung ins Rathaus ein. 
 

 

 

 

 

 

 

Oberbürgermeister Dr. Ulf Kämpfer eröffnete die Veranstaltung vor dem Porträt von Andreas Gayk im Wandelgang des Rathauses. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Knapp 60 interessierte Kielerinnen und Kieler waren ins Rathaus gekommen, unter ihnen einer der Amtsnachfolger von Gayk, Oberbürgermeister a.D. Günther Bantzer (93, rechts).

 

Rolf Fischer vom Arbeitskreis Geschichte stellte an drei Stationen im Rathaus in Wort und Bild Gayks Bedeutung dar: den Journalisten und Politiker während der Weimarer Republik, den Kieler Oberbürgermeister im Wiederaufbau und den Landespolitiker.

Er würdigte beispielhaft auch Weggefährten, die Gayk in seinem Wirken unterstützten. Dazu zählten Ehefrau Frieda Gayk, während der "Kinderrepublik Seekamp" 1927 die Künstler Richard Grune und Niels Brodersen, beim Wiederaufbau Kiels Oberstadtdirektor Walther Lehmkuhl, Schuldezernentin Toni Jensen sowie der Persönliche Referent Albert Witte, und in der Landespolitik (ebenfalls aus dem Kreisverband Kiel) Landtagspräsident Karl Ratz und Ministerpräsident Bruno Diekmann. 


Auch zwei innerparteiliche Gegner Gayks fanden Erwähnung - Ministerpräsident Hermann Lüdemann und Landwirtschaftsminister Erich Arp. Ergänzt wurde der Vortrag durch Auszüge aus Reden von Andreas Gayk und ein Rundfunk-Interview, in dem seine charakteristische Stimme zu hören war.

Zum Abschluss berichtete eine ehemalige Auszubildende kurz über Gayks Umgang mit den jungen Menschen. Sie habe ihn als "streng, aber freundlich" in Erinnerung; trotz seiner Arbeitsbelastung habe er die Ausbildung immer im Auge behalten.

Fotos: R. Johanning


Rundgang durch die Festung Friedrichsort

Pastor Volker Landa (links im Bild), der dem Verein der Freunde der Festung Friedrichsort e.V.angehört, gab einen detaillierten und mit Anekdoten aufgelockerten Überblick über die Geschichte der Festung von ihrer Anlage Anfang des 17. Jahrhunderts bis in die Gegenwart.

 

 

 

 

 

Der knapp zweistündige Rundgang führte uns um das Gelände der Festung mit seinen einzigartigen Ausblicken auf die Förde.

 

 

 

Zum Abschluss konnten wir einige der Gebäude der Festung - die allerdings aus der preußischen Zeit im 19. Jahrhundert stammen - auch von innen besichtigen. Sie sind heute zum Teil an Firmen vermietet.


 

 

 

Im Verlauf der Führung kam auch die aktuelle Situation zur Sprache: Das Gelände, auf dem die Festung steht, ist nur zum Teil im Besitz der Stadt. Es gehört der Kieler Wirtschaftsförderungs- und Strukturentwicklungs-GmbH zusammen mit drei privaten Eigentümern. Dies verhindert bis heute eine angemessene Nutzung der unter Denkmalschutz stehenden Anlage, obwohl es immer wieder Ideen und Anläufe dafür gegeben hat. Ein solcher liegt dem Rat zur Zeit wieder vor. Der AK Geschichte wird sich dazu äußern.
Es ist kaum nachvollziehbar, dass diese geschichtsträchtigen Anlage nicht angemessen präsentiert wird und die Öffentlichkeit zu ihr keinen dauerhaften Zugang hat.



Die Revolution 1918 und die Kieler Sozialdemokratie

Der Rundgang zur Revolution am 23. August war gut besucht. Unter Leitung von Rolf Fischer wurden vier wichtige Stationen des Kieler Matrosenaufstandes angelaufen:

Beginn des Rundgangs zur Revolution auf dem RathausplatzDer Rathausplatz. Dort saß die Stadtregierung unter Oberbürgermeister Lindemann, die unter dem Arbeiter- und Soldatenrat nach dessen Vorgaben weiterarbeiten sollte.

 

 

Zweite Station Gewerkschaftshaus mit Gedenkinschrift

 


 

 

 

Das Gewerkschaftshaus in der Legienstraße (unten). Dort tagte, wie die Gedenkinschrift am Gebäude festhält, der Kieler Arbeiter- und Soldatenrat, gebildet aus revolutionären Matrosen, Gewerkschaftern und Mitgliedern von SPD und USPD.

 

Gedenktafel zu den ersten Toten der Revolution an der Feldstraße

 

 

 

 

 

 

Die Ecke Feldstraße und Langer Segen. Dort lag ein Arrestgefängnis der Marine. Hier traf am 3. November der Demonstrationszug, der die Freilassung der als "Rädelsführer" verhafteten Matrosen forderte, auf eine Militärpatrouille, die auf die Demonstranten schoss. 7 Tote und 29 Verletzte waren die ersten Opfer der Revolution in Kiel. Eine Gedenktafel (links) erinnert daran.

 

Skulptur
 

 

 

 

 

 

 

Das Breuste-Denkmal im Ratsdienergarten. Hans Jürgen Breuste nannte die Skulptur "Wik". Er sagte: "Die Granitsäulen verstehe ich als Symbol für Macht - sie ist aus ihrer Funktion genommen. Die Metallkörper scheinen zu versinken - sie stehen für die Auflösung, das Ende eines Staatsgefüges." Andere Sichtweisen sind sicher denkbar.

Fotos: skw



Der Arbeitskreis Geschichte lädt ein zum Rundgang

"Die Revolution 1918 und die Kieler Sozialdemokratie"

mit Rolf Fischer,
Politikwissenschaftler und genauer Kenner der Kieler SPD-Geschichte

Start ist am Sa, 23. August, um 11 Uhr auf dem Rathausplatz.

Die Revolution begann in Kiel am 3. November 1918. Die Erinnerung und Würdigung des Geschehens, das letztlich die Demokratie in Deutschland einläutete, sollte jedoch nicht auf diesen Tag oder auf die Novembertage beschränkt bleiben, sondern jederzeit möglich sein.

Alle Interessierten sind willkommen. 

Dauer etwa eine Stunde. Keine Anmeldung erforderlich, keine Kosten.
 


Der Arbeitskreis Geschichte lädt ein zum Vortrag


"Jean Jaurès. Ein Leben für den Frieden"

von Jost Meyen, SPD Neuenburg/Baden,

Zeit: Donnerstag, 31. Juli, um 19 Uhr.       

Ort: Walter-Damm-Haus, Kl. Kuhberg 28-30.

Jean Jaurès, der große französische Sozialist und Pazifist, wurde am
31. Juli 1914, unmittelbar vor Beginn des 1. Weltkrieges, gegen den er sich mit allen Kräften einsetzte, von einem fanatischen Nationalisten
ermordet.

Zu seinem 100. Todestag wird uns der Genosse Jost Meyen (Neuenburg/Baden, ehemals Oldenburg/H.) über Jaurès' Leben und Denken
informieren. Er hat sich eingehend mit dem zu Unrecht weitgehend
vergessenen Sozialistenführer beschäftigt.

Der Bildvortrag dauert etwa 45 - 60 Minuten. Er ist öffentlich; alle Interessierten sind eingeladen.

Weitere Informationen unter SPD Neuenburg und in der Badischen Zeitung.


Der Arbeitskreis Geschichte lädt ein

am Sa, 12. Juli 2014, um 15.00 Uhr

zu einem Rundgang durch das Gelände des sogenannten

"Arbeitserziehungslagers" Nordmark der Nationalsozialisten.

Unter Führung von Eckhard Colmorgen vom Arbeitskreis zur Erforschung des Nationalsozialismus (AKENS) wollen wir uns informieren, was über die Geschichte dieses Lagers am Russee bekannt ist und wie das Gelände heute aussieht. Es war der AKENS, der maßgeblich dafür gesorgt hat, dass die Erinnerung wachgehalten wurde und dass Erläuterungstafeln zu den Überresten aufgestellt worden sind.

Treffpunkt ist die Stele an der Rendsburger Landstraße, die den Beginn des Weges zum Lager markiert, etwa gegenüber der Achterwehrer Straße. Kosten entstehen uns nicht; wir werden jedoch sammeln und den Betrag dem AKENS für seine Arbeit spenden.


Ausflug in den Warleberger Hof

Am 26. April besuchte der AK Geschichte das Kieler Stadt- und Schiffahrtsmuseum im Warleberger Hof, das die Ausstellung "Lokales" über die Arbeit des Kieler Pressefotografen Friedrich Magnussen zeigt. Susanne Kalweit zeigte anhand von Magnussens Nachlass die Arbeit des Stadtarchivs.